Deutsche Bank Research
Aktueller Kommentar
Warum Schwellenländer finanziell benachteiligt sind
Die USA, wie Großbritannien unter dem Gold Standard, agieren heute wie der Banker der Welt, weil sie es sind, die die Liquidität bereitstellen. Sie sind die wichtigste Quelle internationaler Liquidität und veranlassen die Länder, auf USD lautende Anlagen zu halten. Nicht nur erlaubt dies den USA und insbesondere dem US-Schatzamt den Zugang zu einer großen Investorenbasis, die bereit ist, das Leistungsbilanzdefizit und das Budgetdefizit zu niedrigeren Kosten zu finanzieren. In dem Maße, wie die Nachfrage nach internationaler Liquidität und USD-Anlagen das US-Zahlungsbilanzdefizit überschreitet, erlaubt sie den USA, kurzfristige ausländische Verbindlichkeiten in langfristige Anlagen umzustrukturieren. [weiter]
Druckfrisch
Die Ruhe vor dem Sturm
Unser globaler Wachstumsausblick ist kaum verändert, trotz beträchtlicher Revisionen bei einigen Ländern. Unser Basisszenario – ein anhaltender weltweiter Aufschwung – bleibt weitgehend unverändert. Wir rechnen weiterhin mit einer Belebung der Weltkonjunktur im Jahr 2014 und einer Annäherung an das Potenzialwachstum im Jahr 2015. Innerhalb dieses Gesamtbilds sollte das Wachstum in den Industrieländern in diesem Jahr nahe der Potenzialrate und im kommenden Jahr deutlich darüber liegen. Die Expansion in den Schwellenländern dürfte sich ebenfalls beleben, aber über diesen Zeithorizont hinweg deutlich unter den Potenzialraten verharren. Unsere Wachstumserwartungen für den Euroraum sind mit 1,1% für 2014 bzw. 1,5% für 2015 im zweiten Quartal in Folge weitgehend unverändert. [weiter]
Globale Finanzmärkte
Atlantisches Fragment? Finanzmarktregulierung, die G20 und TTIP
Die transatlantische Integration der Finanzmärkte hat seit der Krise von 2007 einen schweren Rückschlag erlitten. Die betroffenen Staaten haben das Regelwerk seither rundum erneuert. Die strengere Regulierung hat jedoch zu regulatorischen Divergenzen geführt: Unterschiedliche Regeln für Kapital und Liquidität, Derivate und Bankstruktur drohen die Finanzmärkte zu fragmentieren. Leicht divergierende nationale Politikpräferenzen, institutionelle Gegebenheiten und unterschiedliche Reformideen der Partner sind die wesentlichen Triebkräfte dieser Fehlentwicklung gewesen. Die angestrebte transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) bietet gute Chancen für eine starke institutionelle Grundlage der regulatorischen Zusammenarbeit auch bei Finanzdienstleistungen. Die Staats- und Regierungschefs in der G20 bleiben in der Verantwortung, international stimmige Regeln zu schaffen.  [weiter]
Deutschland im Blick
 
 
Interaktive Landkarten
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