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Aktueller Kommentar

Im Aktuellen Kommentar präsentieren wir unsere Sicht der Dinge zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen aus Wirtschaft, Finanzmärkten und Politik.

138 Dokumente
14. Mai 2020
Corona-Krise und Klimawandel unterscheiden sich hinsichtlich der individuell gefühlten Betroffenheit und der Bereitschaft der Menschen, zur Lösung des Problems auf Gewohntes zu verzichten. Gemeinsam haben beide Herausforderungen, dass bessere technologische Lösungen notwendig sind, um hohe volkswirtschaftliche Kosten zu vermeiden. Bei der Corona-Krise zählen wirksame Medikamente und Impfstoffe gegen das Virus zu diesen Technologien. Beim Klimaschutz benötigen wir leistungsfähige, möglichst CO₂-arme, regelbare und kostengünstige Energieträger, die klimaverträgliches Wachstum ermöglichen. Daran sollten die klügsten Köpfe der Welt in den kommenden Jahren forschen. [mehr]
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28. April 2020
Da die finanziellen Mittel des Staates zur Bekämpfung der Corona-Krise begrenzt sind, sollten sie dort eingesetzt werden, wo sie den höchsten Nutzen stiften oder möglichst große Teile der Schäden kompensieren, die durch den staatlich verordneten Lockdown entstehen. Anders als andere Sektoren wie die Gastronomie war und ist die Automobilproduktion in Deutschland nicht vom staatlichen Lockdown betroffen. Auch die Autohäuser haben inzwischen wieder geöffnet. Eine Abwrackprämie für Autos führt zudem zu Vorzieheffekten mit entsprechenden Rückgängen im nächsten Jahr sowie zu Mitnahmeeffekten, von denen vor allem Besserverdiener profitieren. Das wirtschaftliche Wohlergehen der deutschen Autohersteller hängt nur noch bedingt vom Autoabsatz in Deutschland ab. Und schließlich gibt es mit den Subventionen für Elektroautos bereits eine ökologisch ausgerichtete Kaufprämie. [mehr]
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24. April 2020
Die deutsche Regierung hat schnell und entschieden gehandelt, um die ökonomischen Schäden der Corona-Pandemie zu begrenzen. Sowohl mit Blick auf die betragsmäßigen Volumina als auch auf die Reichweite der ergriffenen Rettungsmaßnahmen hat die fiskalische Antwort des deutschen Staates auf die Corona-Krise ein in der Nachkriegszeit noch nie da gewesenes Ausmaß erreicht. Aufgrund des tiefen und breiten wirtschaftlichen Einbruchs, der drohenden Inanspruchnahme von Teilen der gewährten öffentlichen Garantien und nicht auszuschließender haushaltsbelastender Kreditausfälle und Beteiligungsverluste erwarten wir, dass das Staatsdefizit in unserem Basis-Szenario 2020 etwa 6,7% und 2021 ca. 4,5% vom BIP betragen dürfte. Aus diesem Grund, aber auch mit Blick auf die Finanzierung der umfangreichen öffentlichen Kredit- und Beteiligungsprogramme, dürfte die Staatsschuldenquote bereits bis Ende 2021 auf fast 75% des BIP ansteigen. Sollte sich jedoch unser Risikoszenario materialisieren, könnte das Staatsdefizit im Jahr 2021 auf fast 10% des BIP anschwellen und die Staatsschuldenquote auf 86 ½% hochschießen. [mehr]
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20. April 2020
Die Corona-Krise wirft die Frage auf, ob die verstärkte Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice letztlich die Nachfrage nach Büroraum reduziert. Je länger die Krise dauert, desto normaler und womöglich auch effizienter könnte sich die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Teams über die Distanz hinweg gestalten. Jedoch gibt es in der Corona-Krise sehr unterschiedliche Erfahrungen. Zudem dürfte es einen großen Unterschied machen, wie eingespielt ein Team vor der Corona-Krise war. [mehr]
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15. April 2020
Die Corona-Pandemie trifft den deutschen Maschinenbau in einer ohnehin schwierigen Zeit. Spätestens seit 2019 belastet die Maschinenbauer die Neuausrichtung insbesondere der deutschen Automobilindustrie in Richtung Elektromobilität. Hinzu kamen denkbare Sonderbelastungen durch den möglichen Wegfall von Zulieferungen aus China (Stichwort: Handelskonflikt). Infolge von Corona ist 2020 ein Produktionsrückgang von über 25% möglich. [mehr]
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7. April 2020
Region:
Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben die EU-Regierungen den Grenzverkehr in den vergangenen Wochen in unterschiedlichem Umfang vorübergehend wieder eingeschränkt. Die Maßnahmen reichen von Grenzkontrollen bis hin zu Grenzschließungen. Dies hatte zuweilen ernsthafte Auswirkungen auf den Frachtverkehr; die Grenzkontrollen führten zu kilometerlangen Staus, wie etwa zwischen Polen und Deutschland. [mehr]
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1. April 2020
Region:
Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Reise- und Ausgangsbeschränkungen ist der Personenverkehr auf nationaler Ebene und grenzüberschreitend dramatisch eingebrochen; dies betrifft alle Verkehrsträger. Sollte dieser Zustand über die Sommermonate anhalten, drohen gerade den klassischen Tourismuszielen z.B. in der Mittelmeerregion heftige wirtschaftliche Einbußen. [mehr]
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6. März 2020
Privatkunden in Deutschland haben bisher relativ wenig Interesse an passiven Anlagealternativen gezeigt, verglichen mit traditionellen Investmentfonds. Robo-Advisors, die vor allem in ETFs investieren, gewinnen jedoch immer mehr Kunden und steigern ihr verwaltetes Vermögen. 2025 könnten sie etwa EUR 25-35 Mrd. verwalten, gegenüber EUR 4 Mrd. heute. Dieser Trend dürfte zu höheren ETF-Investitionen von Privatkunden in Deutschland führen. Robo-Kunden schätzen Effizienz und Autonomie in finanziellen Angelegenheiten. Trotz ihrer Vorliebe für digitale Angebote und ihrer Online-Affinität besuchen sie aber immer noch Filialen. [mehr]
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26. Februar 2020
Region:
Die Sondersitzung des Rates über den nächsten EU-Haushalt 2021-2027 in der vergangenen Woche endete ohne eine Einigung. Als die Staats- und Regierungschefs der EU die Verhandlungen am Freitag in Brüssel nach fast 30 Stunden verließen, gab es nicht mal einen Zeitplan für weitere Gespräche. Vor dem Hintergrund, dass die Verhandlungen zwischen Nettozahlern und Empfängern des Siebenjahreshaushalts traditionell umstritten sind, ist dieses Ergebnis nicht überraschend. Diesmal ist die Situation aber wesentlich komplizierter, da der Brexit eine beträchtliche Lücke von etwa 60-75 Milliarden Euro im EU-Budget von ~1 Billion Euro hinterlässt. Trotz der akribischen Vorbereitungen des Ratspräsidenten Charles Michel, einschließlich eines Marathons bilateraler Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der EU im Vorfeld des Gipfels und eines neuen Kompromissbudgetvorschlags, konnte nicht einmal eine vorläufige Einigung über den ungefähren Umfang des mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) erzielt werden. [mehr]
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