Deutsche Bank Research
Wirtschafts- und Europapolitik
In diesem Bereich geht es um Analysen von und Kommentaren zur europäischen (und insbesondere deutschen) Wirtschafts- und Finanzpolitik. Ein Schwerpunkt bildet die institutionelle Entwicklung der EU, vor allem der Währungsunion, sowie ihrer einzelnen Politikbereiche.
Aktueller Kommentar
Urteil zur Erbschaftsteuer – es lebe die einzelfallorientierte „Bedürfnisprüfung“
Wie erwartet hat das Bundesverfassungsgericht Bestandteile des Erbschaftsteuergesetzes – namentlich Elemente der sogenannten Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen – als verfassungswidrig eingestuft. Bis 30.6.2016 muss eine Neuregelung gefunden werden. Die Politik steht vor der Mammutaufgabe, die doch recht unpräzisen Forderungen in anwendungsfreundliche Bestimmungen umzusetzen. Das betrifft v.a. die Feststellung, dass besonders große Unternehmen von den Begünstigungen zu stark profitieren und die Steuerverwaltung hier im Prinzip im Rahmen einer genaueren Prüfung feststellen müsse, ob eine Begünstigung (im Einzelfall) wirklich nötig ist. [weiter]
Aktuelle Grafik
Research Briefing
Erbschaftsteuer, die Dritte: Bundesverfassungsgerichtsurteil im Spätherbst erwartet
Während der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht am 8. Juli hat sich gezeigt, dass die Verfassungsrichter Zweifel an den geltenden Steuererleichterungen bzw. -befreiungen von Betriebsvermögen haben. Noch im Spätherbst wird hierzu das Urteil des Bundverfassungsgerichts erwartet. Dieses könnte dazu führen, dass die bisher gültigen Regelungen zur Übertragung von Betriebsvermögen eingeschränkt werden. Kommt es dazu, wird die Steuerlast für Firmenerben/Unternehmer wahrscheinlich zunehmen. Derzeit ist nicht absehbar, wie stark eine Mehrbelastung – und hier insbesondere des deutschen Mittelstands – ausfallen könnte. Eine völlige Abschaffung der Verschonungsregeln für Betriebsvermögen ist nicht zu erwarten. [weiter]
EU-Monitor
Investitionen im Euroraum: Initiativen, Handlungsfelder, Erfolgsfaktoren
Europa leidet unter einer Wachstumsschwäche. Dies hat in den letzten Monaten eine rege Diskussion über Möglichkeiten ausgelöst, wie Investitionen in der Eurozone angefacht werden können. In einem schwachen reformpolitischen Umfeld kann der Appetit des Privatsektors auf Investitionen jedoch nicht steigen, da die Renditeerwartungen der Unternehmen niedrig bleiben. Einem alleinigen fiskalischen Impuls stehen wir daher skeptisch gegenüber. Wirksamer wäre eine Strategie, die einzelnen Ländern maximale haushaltspolitische Flexibilität zugesteht und zugleich den Druck auf die Umsetzung von Strukturreformen erhöht. In der aktuellen Lage erscheint es daher sinnvoll, Steuerungsmechanismen der makroökonomischen Koordinierung stärker zu verfolgen. Dies könnte ein günstigeres Reformumfeld schaffen, in dem Unternehmen wieder Interesse hätten, zu investieren. [weiter]
Im Fokus
Frühjahrsbefragung der größten Familienunternehmen in Deutschland 2014
Die Frühjahrsbefragung im Rahmen der Studienreihe 'Die größten Familienunternehmen in Deutschland', durchgeführt vom IfM im Auftrag der Deutschen Bank AG und des BDI, belegt eine positive Stimmung in der Wirtschaft. Die Qualität des Unternehmensstandort Deutschland wird von knapp 83% der größten Familienunternehmen als besser im Vergleich zu anderen internationalen Standorten bewertet. Dennoch gehen fast die Hälfte der Unternehmen (46,9%) davon aus, dass sich die Attraktivität des Standortes infolge der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung verschlechtern wird. Mehr als drei Viertel der Investitionen in Sachanlagen, die die Unternehmen im letzten Jahr vorgenommen haben, flossen in Investitionsprojekte in Deutschland. Bei der externen Wachstumsstrategie, v.a. durch die Übernahme von Unternehmen, wurden mehrheitlich Unternehmen der gleichen Wertschöpfungsstufe gekauft. [weiter]
Aktuelles Thema
Ausblick Deutschland: Risiken nehmen zu
Die zuletzt positive Überraschung bei den realwirtschaftlichen Konjunkturindikatoren haben die Sorgen, Deutschland könne in Q3 in eine Rezession schlittern, erst einmal verfliegen lassen. Die anhaltenden geopolitischen Risiken und Fragezeichen hinter der Stärke der erwarteten Konjunkturerholung dürften aber für eine schwächere Entwicklung bei den Exporten und den Unternehmensinvestitionen sorgen. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für das Winterhalbjahr 2014/2015 gesenkt. Für 2015 reduziert sich unsere Prognose damit von 1,8% auf 1,5%. Weitere Themen dieser Ausgabe befassen sich mit der Geldpolitik, der Entwicklung der öffentlichen Finanzen, möglichen Konsequenzen russischer Sanktionen im Gasbereich sowie dem Anlagenverhalten deutscher Haushalte. [weiter]
30.09.2014
BIP-Prognose 2015, EZB, Haushaltsplan, Russischer Gaslieferstopp, Anlageverhalten deutscher Haushalte
04.06.2014
BIP-Wachstum, Mindestlohn, Handelsbilanz, Europawahlen
02.05.2014
Privater Konsum, Löhne, Bundeshaushalt
Deutschland im Blick
 
 
Publikationen
Analysen zum Themengebiet Wirtschaftspolitik finden Sie in folgenden Periodika: 
Mittelstand
Data Flash Eurozone
(nur in Englisch) 
    Europawahl 2014
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