Deutsche Bank Research
Wirtschafts- und Europapolitik
In diesem Bereich geht es um Analysen von und Kommentaren zur europäischen (und insbesondere deutschen) Wirtschafts- und Finanzpolitik. Ein Schwerpunkt bildet die institutionelle Entwicklung der EU, vor allem der Währungsunion, sowie ihrer einzelnen Politikbereiche.
Aktueller Kommentar
Kommission Juncker: Neue Mannschaft, neue Strukturen – neue Politik?
Am Mittwoch hat Kommissionspräsident Juncker seine neue Mannschaft vorgestellt. Neu ist, dass zwischen den Kommissaren und dem Präsidenten eine Zwischenebene mit mehreren Vizepräsidenten eingezogen wurde. Dies könnte die Effizienz der Governanceprozesse innerhalb der Kommission erhöhen, jedoch auch zu Kompetenzstreitigkeiten führen. [weiter]
Aktuelle Grafik
Research Briefing
Stabilisierung, Solidarität oder Umverteilung? Braucht die Eurozone eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung – und wenn ja, wofür?
Die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung wäre eine denkbare Möglichkeit, die Resistenz der Eurozone gegen schwere asymmetrische Schocks zu erhöhen. Damit würden Länder bei einem konjunkturell bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit kurzfristig entlastet. Eine solche Lösung könnte zwar grundsätzlich ohne Umverteilung zwischen Ländern funktionieren, aber die praktische Umsetzung wäre kompliziert. Ein alternativer Vorschlag ist eine Versicherung für den „Katastrophenfall“, die schwächeren Ländern nur bei einem sehr starken Anstieg der Arbeitslosigkeit finanzielle Unterstützung gewährt. [weiter]
EU-Monitor
Eine Zukunft in der EU? Die Brexit-Diskussion als Anstoß für eine modernere EU
Die Frage, ob Großbritannien in der EU verbleibt, ist nach dem abgelehnten schottischen Unabhängigkeitsreferendum eines der drängendsten Themen für die Union. Die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien waren schon immer besonderer Natur. Nun haben aber verschiedene politische und institutionelle Entwicklungen die Diskussion über einen „Brexit“ jüngst noch verstärkt. Nur Großbritannien selbst kann die innenpolitische Debatte über die eigene EU-Mitgliedschaft wieder in konstruktivere Bahnen lenken. Immerhin könnte angesichts der engen wirtschaftlichen Verbundenheit von UK und EU ein Brexit zu Einbußen von bis zu 3% des britischen BIP führen. Zugleich würde der Binnenmarkt um 15% schrumpfen. [weiter]
Im Fokus
Frühjahrsbefragung der größten Familienunternehmen in Deutschland 2014
Die Frühjahrsbefragung im Rahmen der Studienreihe 'Die größten Familienunternehmen in Deutschland', durchgeführt vom IfM im Auftrag der Deutschen Bank AG und des BDI, belegt eine positive Stimmung in der Wirtschaft. Die Qualität des Unternehmensstandort Deutschland wird von knapp 83% der größten Familienunternehmen als besser im Vergleich zu anderen internationalen Standorten bewertet. Dennoch gehen fast die Hälfte der Unternehmen (46,9%) davon aus, dass sich die Attraktivität des Standortes infolge der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung verschlechtern wird. Mehr als drei Viertel der Investitionen in Sachanlagen, die die Unternehmen im letzten Jahr vorgenommen haben, flossen in Investitionsprojekte in Deutschland. Bei der externen Wachstumsstrategie, v.a. durch die Übernahme von Unternehmen, wurden mehrheitlich Unternehmen der gleichen Wertschöpfungsstufe gekauft. [weiter]
Aktuelles Thema
Ausblick Deutschland: Risiken nehmen zu
Die zuletzt positive Überraschung bei den realwirtschaftlichen Konjunkturindikatoren haben die Sorgen, Deutschland könne in Q3 in eine Rezession schlittern, erst einmal verfliegen lassen. Die anhaltenden geopolitischen Risiken und Fragezeichen hinter der Stärke der erwarteten Konjunkturerholung dürften aber für eine schwächere Entwicklung bei den Exporten und den Unternehmensinvestitionen sorgen. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für das Winterhalbjahr 2014/2015 gesenkt. Für 2015 reduziert sich unsere Prognose damit von 1,8% auf 1,5%. Weitere Themen dieser Ausgabe befassen sich mit der Geldpolitik, der Entwicklung der öffentlichen Finanzen, möglichen Konsequenzen russischer Sanktionen im Gasbereich sowie dem Anlagenverhalten deutscher Haushalte. [weiter]
30.09.2014
BIP-Prognose 2015, EZB, Haushaltsplan, Russischer Gaslieferstopp, Anlageverhalten deutscher Haushalte
04.06.2014
BIP-Wachstum, Mindestlohn, Handelsbilanz, Europawahlen
02.05.2014
Privater Konsum, Löhne, Bundeshaushalt
Deutschland im Blick
 
 
Publikationen
Analysen zum Themengebiet Wirtschaftspolitik finden Sie in folgenden Periodika: 
Mittelstand
Data Flash Eurozone
(nur in Englisch) 
    Europawahl 2014
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