Deutsche Bank Research
Aktueller Kommentar
EU-Klimaziele: Hohes Maß an Flexibilität verdeutlicht EU-interne Konflikte
Die zuletzt verabschiedeten Klimaziele der EU umfassen ein hohes Maß an Flexibilität. Dies spiegelt die konfliktären Interessen sowie die Heterogenität der EU-Länder z.B. in puncto Energieerzeugung oder Industrialisierungsgrad wider, es ist aber nicht zwangsläufig eine schlechte Nachricht. Zu begrüßen ist, dass die EU auch künftig auf einen revitalisierten EU-Emissionshandel als wichtigstes Klimaschutzinstrument setzen will. Gegenüber anderen Ländern – etwa den USA oder China – geht die EU mit ihrem CO2-Reduktionsziel von mindestens 40% in Vorleistung. [weiter]
Deutschland
Höhere deutsche Inflation: Mission impossible?
Warum reagieren die deutschen Löhne und Preise so wenig auf die extrem expansive Geldpolitik der EZB? Wichtige Gründe sind kulturelle Faktoren und sogar individuelle Charaktereigenschaften, die zu einer hohen Inflationsaversion führen und damit zum Entstehen der speziellen deutschen Institutionen beigetragen haben. Im Kern scheint die deutsche Gesellschaft mit Verteilungskonflikten und Zeitinkonsistenzproblemen besser umzugehen als viele andere Länder. Die deutschen Besonderheiten verschaffen der EZB mehr Spielraum für ihre expansive Geldpolitik, ohne damit neue Probleme in der größten EWU-Volkswirtschaft zu kreieren. Daher kann die EZB ihre Bilanz durch privates und sehr wahrscheinlich auch bald öffentliches QE – d.h. den Ankauf von Staatsanleihen – ausweiten.  [weiter]
Deutschland
Deutsche Industrie: Produktionswachstum bleibt 2015 unter 1%
Die Industrieproduktion in Deutschland dürfte – nach schwachem Winterhalbjahr 2014/15 – im Verlauf von 2015 wieder moderat nach oben tendieren. Daraus resultiert 2014 ein Plus von real rd. 1,5% und 2015 von etwa ¾%. Damit würde sich die seit 2011 insgesamt verhaltene Dynamik der Industriekonjunktur 2015 fortsetzen. Der Anteil der Industrie an der gesamten deutschen Bruttowertschöpfung (2013: 21,8%) dürfte wie schon 2012 und 2013 sinken. Das nur moderate Wachstum der Industrie ist primär auf die aktuell gedämpfte Konjunktur sowie auf externe Schocks zurückzuführen. Die strukturellen Faktoren werden jedoch wieder wichtiger. Hier liegt das Staffelholz in den Händen der Politik. Viele der zuletzt beschlossenen Maßnahmen lassen befürchten, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts künftig sinkt. [weiter]
Deutschland im Blick
 
 
In eigener Sache
Interaktive Landkarten
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main