Deutsche Bank Research
Aktueller Kommentar
Deutschlands Haushaltslage - zu gut, um von Dauer zu sein
Zu einer Zeit, in der zunehmend Forderungen nach einer flexibleren Interpretation der Maastrichter Defizitregeln laut werden, hat Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Haushaltsplanung vorgelegt, die zwischen 2015 und 2018 ohne Neuverschuldung des Bundes auskommt. Dies dürfte insbesondere in Frankreich mit Verdruss gesehen werden, musste doch sein französischer Amtskollege Michel Sapin nahezu zeitgleich das französische Haushaltsdefizit für das laufende Jahr deutlich auf mindestens 4,3% des BIP anheben und das Erreichen des 3%-Ziels zum dritten Mal auf jetzt frühestens 2017 verschieben. [weiter]
Deutschland
Ausblick Deutschland: Risiken nehmen zu
Die zuletzt positive Überraschung bei den realwirtschaftlichen Konjunkturindikatoren haben die Sorgen, Deutschland könne in Q3 in eine Rezession schlittern, erst einmal verfliegen lassen. Die anhaltenden geopolitischen Risiken und Fragezeichen hinter der Stärke der erwarteten Konjunkturerholung dürften aber für eine schwächere Entwicklung bei den Exporten und den Unternehmensinvestitionen sorgen. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für das Winterhalbjahr 2014/2015 gesenkt. Für 2015 reduziert sich unsere Prognose damit von 1,8% auf 1,5%. Weitere Themen dieser Ausgabe befassen sich mit der Geldpolitik, der Entwicklung der öffentlichen Finanzen, möglichen Konsequenzen russischer Sanktionen im Gasbereich sowie dem Anlagenverhalten deutscher Haushalte.  [weiter]
Europäische Integration
Eine Zukunft in der EU? Die Brexit-Diskussion als Anstoß für eine modernere EU
Die Frage, ob Großbritannien in der EU verbleibt, ist nach dem abgelehnten schottischen Unabhängigkeitsreferendum eines der drängendsten Themen für die Union. Die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien waren schon immer besonderer Natur. Nun haben aber verschiedene politische und institutionelle Entwicklungen die Diskussion über einen „Brexit“ jüngst noch verstärkt. Nur Großbritannien selbst kann die innenpolitische Debatte über die eigene EU-Mitgliedschaft wieder in konstruktivere Bahnen lenken. Immerhin könnte angesichts der engen wirtschaftlichen Verbundenheit von UK und EU ein Brexit zu Einbußen von bis zu 3% des britischen BIP führen. Zugleich würde der Binnenmarkt um 15% schrumpfen.  [weiter]
Deutschland im Blick
 
 
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