Deutsche Bank Research
Aktueller Kommentar
Warum Schwellenländer finanziell benachteiligt sind
Die USA, wie Großbritannien unter dem Gold Standard, agieren heute wie der Banker der Welt, weil sie es sind, die die Liquidität bereitstellen. Sie sind die wichtigste Quelle internationaler Liquidität und veranlassen die Länder, auf USD lautende Anlagen zu halten. Nicht nur erlaubt dies den USA und insbesondere dem US-Schatzamt den Zugang zu einer großen Investorenbasis, die bereit ist, das Leistungsbilanzdefizit und das Budgetdefizit zu niedrigeren Kosten zu finanzieren. In dem Maße, wie die Nachfrage nach internationaler Liquidität und USD-Anlagen das US-Zahlungsbilanzdefizit überschreitet, erlaubt sie den USA, kurzfristige ausländische Verbindlichkeiten in langfristige Anlagen umzustrukturieren. [weiter]
Europäische Integration
Klein, aber fein? Kapitalmarktfinanzierung subnationaler Gebietskörperschaften im Aufwind
Regionale und kommunale Anleihen sind ein bislang wenig beachtetes Segment. Dabei sind Bonds die dominierende Finanzierungsform der deutschen Bundesländer und spielen auch für die spanischen Regionen eine wichtige Rolle. Während die Bundesländer von der ausgezeichneten Bonität des Zentralstaates profitieren, konnten sich in Spanien zuletzt nur jene Regionen über den Kapitalmarkt finanzieren, die auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise keine Finanzhilfen des Staates in Anspruch nehmen mussten. In Frankreich dürften Anleiheemissionen von Kommunen durch die neugegründete Agence France Locale einen deutlichen Schub erhalten. Auch im Vereinigten Königreich ist eine kommunale Finanzagentur im Aufbau begriffen. Länderspezifische institutionelle Gegebenheiten haben einen großen Einfluss auf die Bedeutung subnationaler Anleihemärkte. [weiter]
Druckfrisch
Die Ruhe vor dem Sturm
Unser globaler Wachstumsausblick ist kaum verändert, trotz beträchtlicher Revisionen bei einigen Ländern. Unser Basisszenario – ein anhaltender weltweiter Aufschwung – bleibt weitgehend unverändert. Wir rechnen weiterhin mit einer Belebung der Weltkonjunktur im Jahr 2014 und einer Annäherung an das Potenzialwachstum im Jahr 2015. Innerhalb dieses Gesamtbilds sollte das Wachstum in den Industrieländern in diesem Jahr nahe der Potenzialrate und im kommenden Jahr deutlich darüber liegen. Die Expansion in den Schwellenländern dürfte sich ebenfalls beleben, aber über diesen Zeithorizont hinweg deutlich unter den Potenzialraten verharren. Unsere Wachstumserwartungen für den Euroraum sind mit 1,1% für 2014 bzw. 1,5% für 2015 im zweiten Quartal in Folge weitgehend unverändert. [weiter]
Deutschland im Blick
 
 
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