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10. Juli 2020
1
Die Arbeitslosenquoten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen standen bereits während der Finanz- und Eurokrise im Fokus. Nun hat die Corona-Krise in vielen Ländern zu massiven Verwerfungen an den Arbeitsmärkten geführt. Allerdings entwickelte sich die offizielle Jugendarbeitslosigkeit international sehr divers. In einigen Ländern ist die Arbeitslosenquote sogar kräftig gefallen. [mehr]
10. Juli 2020
2
Im Jahr 2019 erhöhte sich in Berlin die Zahl der fertiggestellten Wohnungen auf fast 19.000 und die Zuwanderung brach temporär ein. Voraussichtlich sinkt auch im Jahr 2020 der Nachfrageüberhang aufgrund eines Corona-bedingten Rückgangs der Zuwanderung. Um die Entwicklungen bis zum Jahr 2030 abzuschätzen, analysieren wir zwei Szenarien: Ein Positivszenario mit einer dynamischen Bauaktivität und einem graduell fallenden Bevölkerungswachstum sowie ein zweites Szenario mit geringerer Bauaktivität und einem konstanten Bevölkerungswachstum. [mehr]
9. Juli 2020
3
Derzeit halten wir an unseren Prognosen vom Mai fest und erwarten für die USA bzw. den Euroraum eine Kontraktion um 7,1% bzw. 12,0% in diesem Jahr. Die US-Daten fielen zwar zuletzt besser aus, was aber durch die erneuten Ausbrüche und eine langsamere Öffnung der Wirtschaft wieder zunichte gemacht werden dürfte. In Europa könnten dagegen leichte Aufwärtsrisiken bestehen, da das Hochfahren der Wirtschaft bisher relativ erfolgreich verlief. Unsere Wachstumsprognose für China haben wir für 2020 kürzlich auf +1,1% nach oben korrigiert, da sich eine nahezu V-förmige Erholung abzeichnet. [mehr]
8. Juli 2020
4
Auftragseingänge und Produktion in deutscher Industrie im Mai gestiegen, aber unter Markterwartungen. * EU-Kommission senkt Konjunkturprognosen: EU-BIP 2020: -8,3%, 2021: 5,8%, Deutschland 2020: -6,3%, 2021: 5,3%. * ifo-Umfrage: 21% der deutschen Unternehmen schätzen Corona-Beeinträchtigungen als existenzbedrohend ein. * IAB: Kurzarbeit darf kein Dauerzustand sein. * Umfrage von SAFE und Nielsen: 89% der Haushalte werden ihr Kaufverhalten trotz MwSt-Senkung nicht ändern. * Bundeswirtschaftsminister Altmaier rechnet ab Oktober mit Wirtschaftsaufschwung. * Regierungsspitze für ein Beibehalten der Maskenpflicht, auch im Einzelhandel. [mehr]
7. Juli 2020
5
Im Jahr 2019 betrug die Nettozuwanderung nach Deutschland +327.100, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Auffallend ist vor allem der starke Rückgang der Zuwanderung aus Polen und der starke Anstieg der Zahl indischer Zuwanderer. Im Jahr 2020 dürfte die Zuwanderung Corona-bedingt einbrechen. Anschließend erwarten wir wegen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und womöglich auch aufgrund der sehr guten epidemiologischen Lage in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern wieder eine höhere Zuwanderung. Liegt der Nettozuwachs dann bei mehr als 300.000 Personen pro Jahr, dürfte die Bevölkerung Deutschlands bis Anfang der 2030er Jahre auf über 84 Mio. Einwohner steigen. [mehr]
6. Juli 2020
6
Nachdem die Mai-Einzelhandelsumsätze und die PMI-Umfragen (Juni) in Deutschland und der EWU die Erwartungen übertroffen haben, werden die Mai-Industriedaten, die diese Woche veröffentlicht werden, entscheidend sein, ob aufkeimende Hoffnungen, dass der BIP-Einbruch in Q2 doch nicht so tief wie befürchtet gewesen sein könnte, weiter Bestand haben. In den USA nehmen dagegen die Sorgen zu, dass die Verschärfung der Covid-19-Pandemie in den südlichen Bundesstaaten eine weitere Abwärtsrevision der BIP-Prognose für 2020 nötig machen könnte. [mehr]
6. Juli 2020
7
Deutschland hat die Corona-Pandemie rascher unter Kontrolle gebracht als viele andere Länder. Die Pandemie-bedingten Schäden für die Wirtschaft haben zu einer Kehrtwende in der Fiskalpolitik geführt, aufgrund derer Deutschland die Krise wohl besser überstehen wird als andere Länder – auch wenn die Auswirkungen nichtsdestotrotz beträchtlich sein dürften. Zu dieser deutlich höheren Krisenresilienz haben unseres Erachtens sechs strukturelle Eigenschaften der deutschen Gesellschaft beigetragen. Aufgrund dieser Krisenresilienz dürfte Deutschland nach der Überwindung der Corona-Pandemie eine bessere Position unter den wichtigen Industrieländern einnehmen. Damit dürfte der Druck auf Deutschland bestehen bleiben, auch auf mittlere Sicht großes (finanzielles) Engagement innerhalb der EWU/EU zu zeigen. [mehr]
2. Juli 2020
8
Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2019 nur 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt. Dies war ein Plus von nur mageren 2% ggü. Vj. Wegen der seitwärts laufenden Hypothekenzinsen und vermutlich weiter steigender Hauspreise dürfte die Erschwinglichkeit im Jahr 2020 abnehmen. Nach unserer Einschätzung wird der Hauspreiszyklus wenigstens bis zum Jahr 2022 dauern. [mehr]
2. Juli 2020
9
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In vielen Ländern wächst der Finanzierungsbedarf des Staates: Regierungen legen umfangreiche Konjunkturpakete auf, um dem von der Corona-Pandemie verursachten schweren Wirtschaftsabschwung entgegenzuwirken. Neben Zentralbanken finanzieren die Banken mehr als die Hälfte des Anstiegs der Ausgaben, was sich auf die Zusammensetzung ihrer Bilanzen auswirkt. [mehr]
1. Juli 2020
10
Einzelhandelsumsätze in Deutschland springen im Mai um 14% gg. Vormonat. Getrieben durch Nachholeffekte und massiven Anstieg von Onlinekäufen. * Erwerbstätigkeit in Deutschland sinkt im Mai um 1,1% gg. Vj. * Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht heute um 10.00 Uhr neue Arbeitsmarktdaten. Arbeitslosenzahl dürfte im Juni um gut 100.000 (saisonbereinigt) gestiegen sein. * ifo: Leichter Rückgang der Kurzarbeit von 7,3 Mio. im Mai auf 6,7 Mio. im Juni. * Umfragen zeigen Skepsis bezüglich schneller wirtschaftlicher Erholung im Jahr 2021. * Angebot im deutschen Luftverkehr wird sich im Juli gg. Juni verdoppeln. * Aufhebung der Corona-bedingten EU-Einreisebeschränkungen für Bürger aus 14 Drittstaaten. Auswahl der Länder orientiert sich v.a. am Infektionsgeschehen vor Ort. * Heute übernimmt Deutschland sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft. Bekämpfung der Corona-Krise dürfte andere Themen in den Hintergrund drängen. [mehr]
6.7.9