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11. November 2019
2
Nach dem deutlichen Renditeanstieg der letzten Woche und neuen Allzeithochs bei US-Aktienindizes erwarten die Märkte mit Spannung die Reden von Präsident Trump (Dienstag) und Fed-Chef Powell (Mittwoch). Bei Trump erwartet man sich mehr Klarheit über ein erstes Handelsabkommen mit China und hofft auf Signale, dass es nicht zu den angedrohten Zöllen auf Autoimporte in die USA kommt (Entscheidungsfrist endet am Mittwoch). Bei Powell interessiert die Märkte vor allem, inwieweit der Konjunkturausblick der Fed sich mit den zuletzt etwas optimistischeren Markterwartungen deckt. Am Donnerstag schaut man dann auf Deutschland, wo das Statistische Bundesamt seine erste Schätzung für das Q3-BIP veröffentlicht. Dann entscheidet es sich, ob Deutschland in eine technische Rezession gerutscht ist oder vielleicht um Haaresbreite vorbeigeschrappt ist. [mehr]
6. November 2019
3
In Deutschland bleibt Erdgas durch die politisch veranlassten Ausstiege aus der Kernenergie, Stein- und Braunkohle die letzte Säule der konventionellen Stromerzeugung. Da die heimische Politik bis 2050 Klimaneutralität anstrebt, ist Erdgas für Deutschland nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Übergangsenergie. Die Gewichtung der energiepolitischen Ziele spricht für die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Nord Stream II. Die Versorgungssicherheit wird durch Nord Stream II erhöht und Pipelinegas, wie das von Nord Stream II, hat im Vergleich zu LNG-Anlieferungen per Saldo gewisse Umweltvorteile. [mehr]
4. November 2019
6
Zuletzt haben sich deutsche Exporte und der Welthandel weitgehend parallel entwickelt und stagnieren jeweils im Vorjahresvergleich. Der Frühindikator der Bundesbank für die globale Industrieproduktion hat gegenüber den deutschen Exporten einen Vorlauf von 4 bis 5 Monaten. Dass dieser Indikator zuletzt gesunken ist, spricht gegen eine Belebung der deutschen Exporte vor dem Ende des ersten Quartals 2020 – auch wenn in jüngster Zeit Anzeichen für eine Stabilisierung der Auslandsaufträge zu erkennen waren. (Außerdem in dieser Ausgabe enthalten: Hauspreise in Deutschland, Arbeitsmarkt, Automobilkonjunktur, EZB-Geldpolitik) [mehr]
4. November 2019
7
Wie erwartet hat die Fed letzte Woche die Zinsen zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt, gleichzeitig jedoch eine Zinspause signalisiert. Angesichts des stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktberichts im Oktober erwarten wir nunmehr keine weiteren Leitzinssenkungen in diesem und nächstem Jahr. In der Eurozone ist das BIP-Wachstum im 3. Quartal mit +0,2% besser als erwartet ausgefallen. Die deutschen Wachstumszahlen werden jedoch erst am 14. November veröffentlicht. In dieser Woche dürften die September-Zahlen zur deutschen Industrieproduktion weitere Hinweise auf die Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal geben. Im Vereinigten Königreich wird sich das Unterhaus diese Woche auflösen. Der Wahlausgang im Dezember bleibt schwer zu prognostizieren. Die Bank of England dürfte diese Woche nicht an der Zinsschraube drehen, könnte jedoch einen Lockerungskurs einschlagen. [mehr]
4. November 2019
8
German exports and global trade have been moving in lockstep recently and more or less grinded to a halt in yoy terms. We found that the Bundesbank’s leading indicator for global industrial production leads German exports by 4 to 5 months. Recent declines in this indicator do speak against a recovery in German exports before the end of Q1 2020, despite recent signs of stabilization in German foreign order intake. (Also included in this issue: house prices in Germany, labour market, automotive industry and German politics) [mehr]
1. November 2019
9
Between 2000 and 2018, German net energy imports declined by almost 12%. Oil and nuclear energy imports were down considerably as oil heating becomes less popular and the German government has decided to give up nuclear energy. In contrast, net natural gas imports are trending upwards. Coal imports did not start to decline until 2016 and were still considerably higher in 2018 than in 2000 because domestic coal mining was abandoned. Germany’s dependence on energy commodity imports has not declined much over time. In 2018, almost 71% of the necessary energy commodities were imported (2000: 72.6%). [mehr]
29. Oktober 2019
10
Die deutschen Nettoenergieimporte sind zwischen 2000 und 2018 um knapp 12% gesunken. Während bei Mineralöl wegen der geringeren Bedeutung im Wärmemarkt und bei der Kernenergie wegen des Ausstiegsbeschlusses starke Rückgänge zu verzeichnen sind, nehmen die Nettoimporte von Erdgas tendenziell zu. Bei Steinkohle sinken die Nettoimporte erst seit 2016. Sie lagen 2018 aber noch deutlich über dem Niveau von 2000, weil die heimische Steinkohlenförderung zurückgefahren wurde. Deutschlands Importabhängigkeit von Energierohstoffen hat im langfristigen Vergleich kaum abgenommen. Sie betrug 2018 knapp 71% (2000: 72,6%). [mehr]
2.6.7