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28. September 2020
1
Das Auswärtige Amt hat in den letzten Wochen immer mehr Reisewarnungen für EU-Staaten ausgesprochen, weil dort die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen gestiegen ist. Sollte es bei tendenziell steigenden bzw. hohen Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit bleiben, dürften im Winterhalbjahr 2020/21 immer mehr Länder und Regionen in der EU mit einer Reisewarnung belegt werden. Der Tourismusbranche, konkret den Reiseveranstaltern und -büros in Deutschland sowie den Betrieben im Ausland, droht ohne begleitende Maßnahmen damit in den kommenden Wochen und Monaten eine Entwicklung, die einem Lockdown ähnelt. Ein schneller und unkomplizierter Zugang zu verlässlichen Corona-Tests wäre eine Möglichkeit, Reisen auch in Zeiten von Corona zu ermöglichen. Die Kosten für die Tests sollten die Reisenden selbst tragen. Letztlich ist eine Abwägung der Gesundheitsrisiken durch Corona mit den Beeinträchtigungen im Reiseverkehr sowie den negativen wirtschaftlichen Folgen notwendig. [mehr]
28. September 2020
2
In den kommenden Wochen dürften die Finanzmärkte zunehmend von den US-Präsidentschaftswahlen geprägt sein. Insbesondere die TV-Duelle werden mit Spannung erwartet. Am Dienstag treten Joe Biden und Donald Trump zum ersten Mal live gegeneinander an. Bis zur Wahl am Dienstag, den 3. November, folgen zwei weitere TV-Duelle. Die Politik dürfte auch in Europa die Schlagzeilen bestimmen. Neben der Wiederaufnahme der Brexit-Verhandlungen, die allmählich unter Zeitdruck geraten, treffen sich diese Woche auch die Europäischen Regierungschefs auf einem Ratsgipfel, um neben vielen weiteren Themen über die Beziehungen zur Türkei und zu China zu diskutieren. [mehr]
25. September 2020
3
Wir haben unsere BIP-Prognose für 2020 auf -5,5% angehoben und rechnen für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5%. Ein wichtiger Faktor dabei: Der Aufschwung zeigte sich bereits im Verlauf des 2. Quartals – als das BIP um 9,7% schrumpfte – dynamischer als erwartet. Der Schwung konnte in den Juli mitgenommen werden. Auch wenn es im August wahrscheinlich zu einer kurzfristigen Abschwächung gekommen sein dürfte, erwarten wir nun im 3. Quartal einen Anstieg des BIP um 6,0% gegenüber dem Vorquartal. Zusammen mit einem Wachstum von 2,5% im 4. Quartal wird das zu einem jährlichen BIP-Rückgang von „nur“ 5,5% führen. Zum Vergleich: Anfang Mai, auf dem Höhepunkt der Pandemie in Europa, wurden – nicht nur von uns – noch -9% erwartet. Der höhere Übertrag aus 2020 lässt das BIP-Wachstum 2021 trotz einer im 1. Halbjahr wohl nachlassenden Dynamik auf 4,5% ansteigen. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: deutscher Arbeitsmarkt, bilaterale Exporte, Fiskalausblick 2020-22, deutsche Industrie, Entscheidung über CDU-Vorsitz und Ausblick auf den Bundestagswahlkampf.) [mehr]
24. September 2020
4
Over the summer months, the outlook for the global economy and financial markets has brightened. As such, we now see the global economy contracting by a smaller -3.9% this year, with global activity returning to its pre-virus level by the second half of next year, albeit with the major developed countries likely to take several more quarters to reach the same point. [mehr]
24. September 2020
5
We have lifted our GDP forecast for 2020 to -5.5% and see the economy expanding by 4.5% in 2021. An important factor is that the rebound during Q2 – when GDP contracted by 9.7% – turned out more dynamic than expected. The momentum carried over into July. Even with some likely short-term moderation in August, we now expect Q3 GDP to increase by 6.0% qoq. Together with a 2.5% expansion in Q4, this should result in an annual GDP drop of “only” 5.5%, compared to the 9% expected in early May at the height of the pandemic in Europe. The higher carry-over lifts our 2021 GDP growth forecast to 4.5%, despite somewhat weaker momentum in H1 than expected earlier. (Also in this issue: labour market, bilateral exports, fiscal outlook 2020-22, German industry, the race for CDU leadership, and federal election prospects.) [mehr]
23. September 2020
6
Ganz aktuell: GfK-Konsumentenvertrauen im Oktober steigt marginal auf -1,6. * Anpassung unseres globalen Wachstumsausblicks: Wir erwarten nun, dass das Welt-BIP bereits zur Jahresmitte 2021 wieder auf das Vorkrisenniveau klettert. In Deutschland rechnen wir für dieses Jahr „nur noch“ mit einem BIP-Rückgang von 5,5% (+4,5% in 2021). * Auch das ifo Institut revidiert BIP-Prognose für Deutschland nach oben (2020: -5,2%; 2021: +5,1%). * Reallöhne in Deutschland sinken im 2. Quartal 2020 um 4,7%. Vor allem un- und angelernte Arbeitnehmer betroffen (etwa -9,5%). Aber: Zahlungen von Kurzarbeitergeld in der Statistik nicht berücksichtigt. * Einzelhandelsverband HDE erwartet Umsatzplus im Jahr 2020 von 1,5% (nominal). Aber stark divergierende Entwicklung in den Segmenten. * Weiter steigende Fallzahlen in Deutschland, mehr aktive Fälle, mehr Menschen in intensivmedizinischer Betreuung. * Erneute Grenzschließungen sollen vermieden werden. [mehr]
23. September 2020
7
The two August mass demonstrations against the corona measures in Berlin attracted wide media attention and rattled the public. Many felt confirmed in their feeling that the corona crisis is driving society further apart. Current surveys, however, show that 80% of Germans firmly support the government and trust in government is at a record high. Rather, the protests go beyond the corona crisis, which might be a door opener for general system criticism. The causes for criticism and uncertainty are more likely ongoing long-term trends such as the loss of western supremacy, demographic change, climate change or digitalisation. [mehr]
22. September 2020
9
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im zweiten Quartal einen Dämpfer erlebt (EUR +21 Mrd., +4,7% ggü. Vj.). Die Dynamik blieb in der Industrie hoch, ging aber bei den Dienstleistern zurück. Aus kurzen wurde in lange Laufzeiten umgeschichtet. Dank staatlicher Kreditgarantien schnitten Förderbanken und Auslandsbanken am besten ab, Landesbanken und Großbanken am schwächsten. Die Zinsmarge stieg stark, Anleiheemissionen brachen alle Rekorde. Die aktuelle Rezession in Deutschland ist vom Ausmaß mit der Finanzkrise vergleichbar, das BIP dürfte 2020 um 5,5% schrumpfen. Der Einbruch in Q2 infolge des Lockdowns war der heftigste in einem Nachkriegsquartal. Bis auf die Staatsausgaben stürzten alle wesentlichen Komponenten ab – privater Konsum, Investitionen der Unternehmen, der Bau und die Nettoexporte. In der zweiten Jahreshälfte zeichnet sich immerhin eine kräftige Erholung ab. [mehr]
21. September 2020
10
Angesichts der deutlich stärker als erwarteten Wirtschaftserholung haben wir unseren globalen Wachstumsausblick nach oben angepasst. Die Auswärtsrevision liegt u.a. darin begründet, dass sowohl der stabilisierende Effekt durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik kräftiger als gedacht ausfällt als auch das Infektionsgeschehen besser unter Kontrolle ist (bzw. der Umgang damit reibungsloser verläuft) im Vergleich zu unseren Einschätzungen während des Höhepunktes der Krise im Mai. Wir gehen nunmehr davon aus, dass das Welt-BIP bereits zur Jahresmitte 2021 wieder auf das Vorkrisenniveau klettert. In Deutschland rechnen wir für dieses Jahr „nur noch“ mit einem (realen) BIP-Rückgang von 5,5%. Mit Blick auf das weitere Wirtschaftsgeschehen werden in dieser Woche die September-Zahlen zum Einkaufsmanagerindex mit Spannung erwartet. In Deutschland steht zudem die Veröffentlichung des ifo Index an. Wichtige politische Ereignisse stellen u.a. die Regionalwahlen in Italien sowie der am Mittwoch erwartete Kabinettsbeschluss zum deutschen Bundeshaushalt 2021 dar. [mehr]
7.5.1