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Klassische Zahlungsverfahren im B2C-E-Commerce weiter dominant

8. Dezember 2006

Zwei Drittel der deutschen Unternehmen bieten derzeit Güter und Dienstleistungen über das Internet an. Dabei ist klar, dass der Internet-Vertrieb nur dann einen positiven Deckungsbeitrag zum Gesamtergebnis liefern wird, wenn die angebotenen Zahlungssysteme zum Kerngeschäft passen, vom Kunden angenommen werden und die Zahlungsausfälle gering gehalten werden können. Bislang dominieren die im traditionellen Handel arrivierten Zahlungsverfahren (Kreditkarte, Überweisung, Nachnahme, Lastschrift) auch den Internet-Handel. Falls sich die klassischen Verfahren – insbesondere die weltweit verbreiteten Kreditkartenangebote – weiter fortentwickeln, bleiben sie auch im digitalen Handel eine entscheidende Größe. Kleine innovative Verfahren – allein in Deutschland sind über 40 Systeme unter fantasievollen Namen wie Crandy, CoralPay oder Luup aktiv – werden wohl weiter ein Nischendasein fristen. Das unter dem Dach des Internet-Auktionshauses eBay aufgehängte System PayPal bildet hier die große Ausnahme. Im Sog von eBay setzen PayPal mittlerweile über 100 Mio. Nutzer in über 100 Ländern und 17 Währungsräumen ein. Das Geschäftsmodell PayPal weist auf die Bedeutung eines großen Kooperationspartners und damit auch auf den stark ausgeprägten Netzgütereffekt bei Zahlungssystemen hin.

 

Mehr:

E-Payments: zeitgemäße Ergänzung traditioneller Zahlungssysteme

 

 

 

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