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Globaler Tourismus wächst 2011, aber nicht überall

14. November 2011

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Nachdem die Zahl der internationalen Touristenankünfte 2009 aufgrund der globalen Wirtschaftskrise noch um fast 4% gesunken war, erreichte die Branche schon 2010 durch ein Plus von fast 7% ein neues Rekordniveau. Maßgeblich hierfür war u.a. die hohe Dynamik im asiatisch-pazifischen Raum, wo 2010 ein Zuwachs der Touristenankünfte um annähernd 13% verzeichnet werden konnte. Dies spiegelt den hohen Nachholbedarf bei Urlaubsreisen in der Region wider.

Die internationale Tourismusbranche setzt 2011 ihren Wachstumskurs fort. Im ersten Halbjahr 2011 lagen die internationalen Touristenankünfte um 4,5% über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei entwickelten sich die einzelnen Regionen sehr unterschiedlich: Während Südamerika, Süd- und Südostasien Zuwachsraten zwischen 12% und 15% gg. Vj. erzielten, erlitten Nordafrika (-13% gg. Vj.) und der Mittlere Osten (-11%) empfindliche Einbußen, was auf die politischen Unruhen in einigen Ländern der Region zurückzuführen ist.

Für das Gesamtjahr 2011 rechnen wir bei den internationalen Touristenankünften weltweit mit einem Plus von etwa 4%. Und 2012 dürfte sich das Wachstum nur leicht abgeschwächt fortsetzen. Damit würde die Zahl der internationalen Touristenankünfte erstmals die Milliarden-Schwelle überschreiten. Die regionalen Gewichte verschieben sich auch künftig weiter nach Asien. Hierfür sprechen u.a. der genannte immense Nachholbedarf vor Ort gepaart mit einer größeren Reisefreiheit, steigende Einkommen und geringe regulatorische Belastungen des Verkehrs. Schon seit 2000 konnte der asiatisch-pazifische Raum seinen Anteil an den internationalen Touristenankünften von 16% auf knapp 22% ausbauen. Sobald sich sie Situation in der arabischen Welt wieder beruhigt, werden die Urlauber auch dorthin zurückkehren.

 


 
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