1. Research

Eric Heymann

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8. Juli 2019
1
Falls es zu vorgezogenen Bundestagswahlen käme, könnte daraus eine schwarz-grüne Koalition resultieren. Angesichts vieler unterschiedlicher Positionen würde ein solches Bündnis von beiden Seiten große Kompromissbereitschaft erfordern. Eine solche Regierung müsste ihren Fokus und die staatlichen Finanzen auf Klimaschutz und Energiewende lenken. Unternehmen und Konsumenten wären mit hohen Kosten konfrontiert. Auch die Finanzpolitik stünde vor einem Dilemma. Ein größerer Teil der Staatsausgaben müsste für Subventionen und die Minderung sozialer Folgen der forcierten Energiewende aufgebracht werden. Bürger und Unternehmen könnten nicht mit nennenswerten Steuersenkungen rechnen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutscher Warenexport, Industrieproduktion, Arbeitsmarkt, Automobilkonjunktur, EZB.) [mehr]
8. Juli 2019
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In case of a snap election in Germany, a CDU/CSU-Greens coalition could be an option. Given both camps' radically different political positions in many areas, such a coalition would require both to make significant compromises. A black-green government would need to direct its focus and its available financial resources to climate protection and the energy transition. Corporates and consumers would have to bear considerable costs. This also spells a dilemma for fiscal policy. A larger share of government spending would necessarily have to be allocated to providing subsidies and mitigating the social impact of a quicker energy transition. Citizens and corporates cannot hope for major tax relief. (Also included in this issue: German goods exports, German industry, labour market, automotive business cycle.) [mehr]
1. Juli 2019
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Der G20-Gipfel brachte keine substanziellen Ergebnisse. Zumindest wurden im Handelsstreit zwischen den USA und China Signale der Entspannung gesendet, wenngleich viele Fragen offen bleiben. Die wirtschaftliche Entwicklung in der Industrie verläuft in wichtigen Volkswirtschaften weiterhin schlechter als bei den Dienstleistungen. Der nächste Arbeitsmarktbericht in den USA am kommenden Freitag wird mit Spannung erwartet. [mehr]
6. Juni 2019
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Capacity utilisation in the German electricity sector has steadily declined over the last few years and amounted only to 34% in 2017. Much of this downtrend is due to the development of renewable energy generation. Average capacity utilisation is particularly low at wind and photovoltaic power plants, which are dependent on the weather. At the same time, these plants benefit from extremely low marginal costs and priority feed-in conditions. This enables them to (temporarily) squeeze out other electricity providers, whose average capacity utilisation has declined as a consequence. There is a political preference for natural gas to compensate for the consequences of the exit from nuclear and coal power generation during the coming years. Nevertheless, there are some risks for operators and investors. [mehr]
5. Juni 2019
6
Die Kapazitätsauslastung im deutschen Stromsektor ist in den letzten Jahren stetig gesunken und lag 2017 nur noch bei 34%. Hierfür ist vor allem der Ausbau der erneuerbaren Energien maßgeblich. Gerade Windkraft und Fotovoltaik haben wegen ihrer Wetterabhängigkeit systembedingt eine sehr geringe Auslastung. Gleichzeitig verdrängen sie durch ihre extrem niedrigen Grenzkosten und den Einspeisevorrang (temporär) die Stromproduktion durch andere Energieträger, weshalb auch dort die Auslastung gesunken ist. Die Politik präferiert für die kommenden Jahre Gas als Übergangsenergie für die Kompensation von Kernenergie- und Kohleausstieg. Für die Betreiber bzw. aus Investorensicht existieren gleichwohl Risiken. [mehr]
20. Mai 2019
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This edition of Focus Germany has quite a lot but rather short articles. We are taking stock of the German economy after Q1’s surprisingly strong growth. We expect the economy to flatline in Q2 and foresee an only subdued recovery in H2 given the recent flare-up of several geopolitical hotspots, rather than their hoped for de-escalation. We cross-check this analysis with deep dives into the auto and the mechanical engineering sector. We look at the impossible trinity of Germany’s fiscal policy (tax cuts, higher social expenditures and the black zero) and peek into the difficulties finance ministers are facing in the digital economy. We discuss to what extent the upcoming EP and Länder elections might spell more trouble for the Groko and introduce our new German financial conditions index. [mehr]
17. Mai 2019
8
Diese Ausgabe des Ausblicks Deutschland besteht aus einer Reihe eher kurzer Beiträge. Wir fühlen den Pulsschlag der deutschen Konjunktur nach dem überraschend starken ersten Quartal. Dieser ist weiterhin flach, das BIP dürfte im zweiten Quartal stagnieren und auch im zweiten Halbjahr dürfte das Wachstum eher kraftlos bleiben. Dieser Befund wird durch weitere detaillierte Analysen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus bestätigt. Wir beschreiben das Trilemma der deutschen Fiskalpolitik bestehend aus Forderungen nach Steuersenkungen sowie nach höheren Sozialausgaben bei gleichzeitiger Einhaltung der „Schwarzen Null“ und werfen einen Blick auf die Probleme, mit denen Finanzminister in der Digitalwirtschaft konfrontiert werden. Außerdem stellen wir unseren neuen „Financial Conditions Index“ für Deutschland vor und schauen auf die Zinspolitik der EZB. [mehr]
15. Mai 2019
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For both environmental and economic reasons, a carbon tax would be superior to the current patchwork of subsidies and regulatory law (standards, bans, caps, quotas etc.) which characterises climate policy. However, the tax has a key disadvantage: while it sets a price for carbon emissions, it does not set a cap. That is why emissions trading is even superior to a carbon tax. Despite the convincing advantages of market-based in-struments, a fundamental re-orientation of German and European climate policy unfortunately appears unlikely. Instead, existing instruments will probably be adapted again and again once their negative side effects become too obvious. This will make climate policy less efficient than it could be and more expensive than necessary. [mehr]
14. Mai 2019
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Eine CO₂-Steuer wäre aus ökologischer und ökonomischer Sicht dem bisherigen klimapolitischen Sammelsurium aus Subventionen und Ordnungsrecht (Gebote, Verbote, Grenzwerte, Quoten usw.) überlegen. Der entscheidende Nachteil einer CO₂-Steuer liegt darin, dass sie zwar den Preis für CO₂ festsetzt, aber keine Obergrenze für Emissionen umfasst. Hier ist der Emissionshandel einer CO₂-Steuer überlegen. Trotz der überzeugenden Vorteile marktwirtschaftlicher Instrumente ist zu befürchten, dass eine grundsätzliche Neuausrichtung der Klimaschutzpolitik in Deutschland und der EU ausbleiben wird. Stattdessen dürften bestehende Instrumente immer dann angepasst werden, wenn negative Begleiterscheinungen zu offensichtlich werden. In Summe bleibt die Klimaschutzpolitik damit weniger effektiv als möglich und teurer als nötig. [mehr]
13. Mai 2019
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The German logistics sector has continued to increase its overall turnover, despite the industrial recession. Logistics, one of the biggest sectors in Germany, seems to have decoupled from the industry to some extent. This is quite unusual. However, revenue growth in the logistics sector is supported by several developments: the boom in construction, a larger number of smaller deliveries due to the uptrend in e-commerce, the growing importance of value-added services and price effects. Nevertheless, the industrial recession is likely to have an impact on the logistics sector in the first half of 2019. We expect nominal revenues in the sector to stag-nate or even decline during the first half of 2019. [mehr]
9. Mai 2019
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Trotz der Rezession der deutschen Industrie konnte die Logistikwirtschaft ihre Umsätze bis zuletzt steigern. Diese Entkopplung der Logistik, eine der größten Branchen in Deutschland, von der Industriekonjunktur ist ungewöhnlich. Für das Umsatzwachstum der Logistik sind mehrere Faktoren maßgeblich: die brummende Bauwirtschaft, mehr kleinteilige Lieferungen durch E-Commerce, die steigende Bedeutung der Mehrwertdienste sowie Preiseffekte. Im 1. Halbjahr dürfte die Rezession in der Industrie jedoch auch in der Logistik ihre Spuren hinterlassen. Wir rechnen damit, dass die nominalen Umsätze in der Branche im 1. Halbjahr 2019 in etwa stagnieren oder sogar sinken. [mehr]
2.1.7