1. Research
  2. Über uns
  3. Autoren
  4. Jan Schildbach

Ergebnisse der europäischen Banken 2014: Gar nicht so schlecht

19. März 2015
Region:
Die Erträge aus dem Kerngeschäft nehmen zu, die Kreditrisikovorsorge sinkt kräftig und die Kapitalquoten sind auf ein akzeptables Niveau gestiegen – es scheint, die europäischen Banken haben 2014 endlich die Wende zum Besseren geschafft. Die Gewinne haben sich mehr als verdoppelt, auch die Bilanzsummen wachsen und die Banken sind nicht mehr ganz so risikoscheu. Die Aussichten für 2015 sind also etwas positiver als in den letzten Jahren. Nur die Kosten bleiben hartnäckig hoch und verhindern damit ein noch deutlich besseres Abschneiden der Banken (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]

Weitere Dokumente von Jan Schildbach

101 (49-60)
18. November 2016
Region:
49
Die Ergebnisse der europäischen Bankenbranche haben sich im dritten Quartal nach einem schwachen ersten Halbjahr verbessert. Trotzdem liegen sämtliche Ertragskomponenten gegenüber dem Vorjahr im Minus, was nur zum Teil durch sinkende Kosten und geringere Kreditverluste ausgeglichen wurde. Während es jedoch weiterhin praktisch kein Kreditwachstum gibt, gewinnt das Einlagenwachstum sogar noch an Fahrt und ist mittlerweile so kräftig wie seit 2009 nicht mehr. Und das, obwohl die Kreditzinsen für Kunden auf einem Rekordtief und die Einlagenzinsen faktisch bei Null liegen. Eine der größten Unbekannten, die den Ausblick bestimmen, ist nach der US-Wahl der zukünftige Kurs der Bankenregulierung auf globaler Ebene. Änderungen hierbei könnten beträchtliche Auswirkungen auf die europäischen Banken haben (nur in Englisch verfügbar). [mehr]
31. August 2016
50
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige verharrte im zweiten Quartal de facto auf dem im März erreichten Stand (+0,1% bzw. +1,6% gg. Vorjahr). Kredite an Maschinenbau/Auto gingen nach zuletzt kräftiger Expansion deutlich zurück, dagegen setzte sich das robuste Wachstum im Dienstleistungssektor fort. Die meisten Bankengruppen legten zu, während Auslandsbanken und Landesbanken schrumpften. Die Zinsen sanken nochmals und könnten bei Einlagen in Kürze negativ werden. Im Leasing geht die Rekordjagd weiter, Anleihen lagen ebenfalls im Plus. Die deutsche Volkswirtschaft behielt ihren Wachstumstrend in Q2 bei (BIP +0,4% gg. Vq.), wobei es zu einem temporären Wechsel der Treiber kam. So waren die Investitionen deutlich rückläufig und auch der private Konsum enttäuschte. Stark entwickelte sich dafür der Außenbeitrag. Die BIP-Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht angehoben (auf 1,9%), die für 2017 weiter auf 1% gesenkt. [mehr]
18. August 2016
Region:
51
Während sie 2014 und 2015 beträchtliche Fortschritte erzielen konnte, hat die europäische Bankenbranche in diesem Jahr bislang den Rückwärtsgang eingelegt. Erträge und Gewinne schrumpfen wieder und die Möglichkeiten, dies durch eine geringere Kreditrisikovorsorge zu kompensieren, scheinen ausgeschöpft. Einmal mehr haben Kosteneinsparungen mit dem Einnahmerückgang nicht Schritt halten können. In einem anhaltend schwierigen Umfeld dürften die Banken nicht umhin kommen, noch einschneidendere Maßnahmen zu ergreifen, um sich langfristig wieder robust und tragfähig aufzustellen (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
4. Juli 2016
52
Unternehmen und Selbstständige nahmen im ersten Quartal 2016 sowohl Bankkredite als auch andere Finanzierungsformen wie Anleihen, Commercial Paper oder Leasing verstärkt in Anspruch. Das Kreditvolumen legte um EUR 13,3 Mrd. zu und liegt damit 1,7% über Vorjahresniveau. Treiber waren Maschinen- und Autobauer und die Dienstleistungsbranchen, wovon die meisten Bankengruppen profitierten, mit Ausnahme der Landesbanken und Förderbanken. Trotz Nullzinsen wachsen die Einlagen weiter stärker als die Kredite, so dass die Unternehmen Netto-Sparer bleiben. [mehr]
21. Juni 2016
Region:
53
Nach zwei Jahren Aufschwung mussten die europäischen Banken im ersten Quartal 2016 einen Rückschlag hinnehmen. Die Erträge aus dem Kapitalmarktgeschäft brachen ein aufgrund von Sorgen über das Wachstum der Weltwirtschaft und die eigenen Geschäftsmodelle der Banken. Kostensenkungen und ein weiterer Rückgang der Kreditrisikovorsorge konnten das Minus beim Gewinn nur zum Teil ausgleichen. Trotzdem lag das Nettoergebnis auf dem Niveau von Q1 2014. Auf anderen Gebieten gab es sogar weitere Fortschritte (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
24. Mai 2016
Region:
55
Im September 2015 stellte die Europäische Kommission ihren Aktionsplan zur Schaffung einer Kapitalmarktunion vor, um stärkere und integriertere Kapitalmärkte in der EU zu fördern und die Bankfinanzierung besser zu ergänzen. Die Schaffung stärkerer und liquiderer Aktienmärkte spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle und ist gleichzeitig eine Voraussetzung dafür, dass die europäischen Finanzplätze im globalen Wettbewerb wieder an Bedeutung gewinnen. In der Tat ist die Zahl der eigenständig operierenden Börsen in der EU erstaunlich hoch, besonders in den ost- und südosteuropäischen Ländern. Außerdem konzentriert sich die Marktkapitalisierung auf eine Handvoll von Börsen und ist in den kleineren Märkten üblicherweise auch relativ zur Größe der Volkswirtschaft geringer. [mehr]
17. März 2016
Region:
56
Trotz Gegenwinds in Form schwachen Wirtschaftswachstums, niedriger Zinsen und strengerer Regulierung hält die Erholung der europäischen Banken an. 2015 ist das Kerngeschäft der Banken mit dem Privatsektor auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, sind die Erträge gestiegen und die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle erneut zurückgegangen. Die Branche ist profitabler und widerstandsfähiger geworden. Die europäischen Banken stehen weiter vor vielen Herausforderungen, aber sie sind eindeutig auf dem richtigen Weg (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
8. März 2016
57
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige legte zum Jahresende 2015 einen starken Schlussspurt hin. Im Gesamtjahr ergab sich damit ein Plus von 1,4%. Gut lief in Q4 insbesondere das Geschäft mit der Autoindustrie und den unternehmensnahen Dienstleistern, wovon v.a. Auslands- und Genossenschaftsbanken sowie Sparkassen profitierten. Die Kreditnachfrage stieg dank niedrigerer Zinsen an, doch auch das Einlagenvolumen kletterte auf einen Rekordwert. Bei den Finanzierungsalternativen enttäuschten die Anleiheemissionen erneut. Die deutsche Volkswirtschaft setzte ihren Wachstumskurs auch zum Jahresabschluss unverändert fort (BIP +0,3% ggü. Vq.). Zwar dämpften rückläufige Unternehmensinvestitionen und der Außenhandel angesichts des ersten Exportrückgangs seit 2012. Ein starker privater und staatlicher Konsum sowie anziehende Bauinvestitionen überwogen jedoch. Weder an den Wachstumstreibern noch am -tempo (+1,7% ggü. Vj.) dürfte sich in diesem Jahr viel ändern. [mehr]
18. Dezember 2015
Region:
58
Kurz vor Beginn des neuen Jahres 2016 sieht der Ausblick für die europäische Bankenbranche so gut aus wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Das Geschäft wächst in vielen Bereichen und Regionen wieder, wenn auch nur mäßig. Trotz anhaltenden Drucks auf die Zinsmarge steigen die Gesamterträge. Die Kreditverluste sinken und die Gewinne dürften 2015 den höchsten Stand seit 2007 erreichen. Die beiden wichtigsten offenen Fragen sind nun a) in welche Richtung sich die Regulierung weiterentwickeln wird (eine nochmalige wesentliche Verschärfung könnte paradoxerweise die gerade mühsam erarbeitete Stabilität wieder aufs Spiel setzen) und b) wie die europäische und die Weltwirtschaft 2016 abschneiden wird (die in den letzten Jahren den Erwartungen wiederholt nicht gerecht werden konnte) (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
17. Dezember 2015
59
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige stagnierte in Q3. Das Volumen mit den meisten Industrie- und Dienstleistungsbranchen war leicht rückläufig – mit Landwirtschaft, Versorgern und dem Handel dagegen im Plus. Genossenschaftsbanken und Sparkassen legten weiter zu, während Landesbanken und Kreditbanken an Boden verloren. Auch die Finanzierungsalternativen blieben blass, dafür expandierte das Einlagenvolumen deutlich. Die deutsche Volkswirtschaft behielt ihr robustes Wachstumstempo in Q3 bei (+0,3% ggü. Vq.). Privater und staatlicher Konsum waren neben dem Lageraufbau die einzigen Treiber, denn die Investitionen gingen zurück und der Außenbeitrag war negativ. Der Ausblick für nächstes Jahr bleibt weitgehend unverändert (Wachstumsprognose: 1,9%), mit dem privaten Konsum und den Bauinvestitionen als den wichtigsten positiven Faktoren. [mehr]
7.0.5