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Deutschland – Politische Unsicherheit wirkt sich nicht auf Investitionszyklus aus

12. Dezember 2017
Wir haben unsere BIP-Wachstumsprognosen für 2017 bzw. 2018 um etwa einen halben Prozentpunkt auf 2,3% angehoben, da die Investitionstätigkeit durch die günstigen Aussichten für die Exportwirtschaft angekurbelt wird. Letztere sind ihrerseits auf den globalen Investitionszyklus zurückzuführen. Dass sich die Regierungsbildung als schwierig erweist, ist zwar mit Blick auf die längerfristigen Herausforderungen für Deutschland nicht gerade ermutigend, dürfte aber kurzfristig nur begrenzte Auswirkungen haben. [mehr]

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46 Dokumente
29. Oktober 2019
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Die deutschen Nettoenergieimporte sind zwischen 2000 und 2018 um knapp 12% gesunken. Während bei Mineralöl wegen der geringeren Bedeutung im Wärmemarkt und bei der Kernenergie wegen des Ausstiegsbeschlusses starke Rückgänge zu verzeichnen sind, nehmen die Nettoimporte von Erdgas tendenziell zu. Bei Steinkohle sinken die Nettoimporte erst seit 2016. Sie lagen 2018 aber noch deutlich über dem Niveau von 2000, weil die heimische Steinkohlenförderung zurückgefahren wurde. Deutschlands Importabhängigkeit von Energierohstoffen hat im langfristigen Vergleich kaum abgenommen. Sie betrug 2018 knapp 71% (2000: 72,6%). [mehr]
30. September 2019
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Angesichts der zunehmenden Nutzung von Online- und Mobile-Banking steht die Zukunft der Bankfilialen seit einiger Zeit auf dem Prüfstand. Neben dem allgemeinen Trend können regionale Unterschiede bei der Nachfrage nach Filialdienstleistungen einen wichtigen Einfluss auf das künftige Filialnetz haben. Strukturell weniger Kundenbesuche in bestimmten Regionen könnten den Druck erhöhen, Filialen zu schließen. In Deutschland ist die Zahl der Bankfilialen deutlich gesunken – von ungefähr 40.000 im Jahr 2007 auf etwa 28.000 im Jahr 2018. [mehr]
5. Juli 2019
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In Deutschland ist der Arbeitskräfteschwund nicht aufzuhalten. Das zeigt einmal mehr die kürzlich publizierte 14. amtliche Bevölkerungsprojektion. In seiner neuen Vorausberechnung berücksichtigt das Statistische Bundesamt die umfangreiche Zuwanderung der vergangenen Jahre. Der Effekt ist beeindruckend. Die Bevölkerungszahl erreicht in den nächsten Jahren neue Höchststände von rd. 84 Millionen. Unter plausiblen Annahmen zur Einwanderung (etwa im Umfang der vergangenen 20 Jahre von durchschnittlich rd. 270.000 p.a.) wird diese Zahl in den kommenden 20 Jahren nur wenig sinken. [mehr]
9. Mai 2019
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Trotz der Rezession der deutschen Industrie konnte die Logistikwirtschaft ihre Umsätze bis zuletzt steigern. Diese Entkopplung der Logistik, eine der größten Branchen in Deutschland, von der Industriekonjunktur ist ungewöhnlich. Für das Umsatzwachstum der Logistik sind mehrere Faktoren maßgeblich: die brummende Bauwirtschaft, mehr kleinteilige Lieferungen durch E-Commerce, die steigende Bedeutung der Mehrwertdienste sowie Preiseffekte. Im 1. Halbjahr dürfte die Rezession in der Industrie jedoch auch in der Logistik ihre Spuren hinterlassen. Wir rechnen damit, dass die nominalen Umsätze in der Branche im 1. Halbjahr 2019 in etwa stagnieren oder sogar sinken. [mehr]
28. März 2019
Region:
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Die EZB hat auf ihrer jüngsten Ratssitzung am 7. März 2019 beschlossen, die Geldpolitik weiterhin extrem expansiv auszurichten. So hat sie angekündigt, ihre Leitzinsen nunmehr bis mindestens Ende 2019 auf den derzeit sehr niedrigen Niveaus zu halten – zuvor galt diese Zusicherung nur bis „über den Sommer hinaus“. Ebenso hat sie nochmals bekräftigt, ihren hohen Bestand an EWU-Staatsanleihen, der zwischen März 2015 und Ende Dezember 2018 aufgebaut wurde, auf unabsehbare Zeit aufrechtzuerhalten. Somit müssen sämtliche zur Rückzahlung fällige Assets aus dem APP-Programm (Asset Purchase Programme) reinvestiert werden, so auch jene Staatsanleihen aus dem PSPP-Portfolio (Public Sector Purchase Programme). Dies dürfte also noch einige Zeit die Nachfrage nach EWU-Staatsanleihen stützen und deren Renditen nach unten drücken. [mehr]
19. Februar 2019
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Trotz der insgesamt schwachen konjunkturellen Entwicklung der letzten Monate ist der Auftragsbestand im deutschen Verarbeitenden Gewerbe bis zuletzt gestiegen. Hierfür sind u.a. der Fachkräftemangel sowie Sondereffekte in der Automobilindustrie (WLTP, Diesel) maßgeblich. Der hohe Auftragsbestand dürfte die Entwicklung der Industrieproduktion im laufenden Jahr stabilisieren. Die jüngsten Ergebnisse des ifo Konjunkturtests deuten aber darauf hin, dass der Höhepunkt beim Auftragsbestand bald erreicht sein dürfte. Insgesamt dürfte die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2019 in etwa stagnieren. [mehr]
28. Januar 2019
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Die deutschen Exporte nach UK schrumpften 2018 zum dritten Mal in Folge und lagen nominal um mehr als 7% unter dem Niveau von 2015, dem Jahr vor dem Brexit-Referendum. Die Abwertung des britischen Pfunds sowie die ökonomische Unsicherheit in UK sind Gründe für diese negative Entwicklung. Auf sektoraler Ebene verzeichnete die Pharmaindustrie die stärksten Einbrüche. Hier dürften die deutschen Exporte nach UK zwischen 2015 und 2018 um mehr als 40% eingebrochen sein. Die Ausfuhren der Automobilindustrie ins Vereinigte Königreich sanken von 2015 bis 2018 um mehr als 20%. [mehr]
7. November 2018
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Die deutschen Exporteure hatten in den letzten Jahren mit zahlreichen Störfeuern zu kämpfen. So waren die Ausfuhren nach Großbritannien, Russland und in die Türkei ungewöhnlich volatil und tendenziell rückläufig. Trotzdem legten Deutschlands Exporte insgesamt von 2012 bis 2017 mit durchschnittlich real mehr als 3% pro Jahr zu. Seit Beginn des Jahres 2018 hat der Handelskrieg zwischen den USA und China stetig an Schärfe gewonnen. Aus den Störfeuern könnte sich ein Flächenbrand entwickeln, wenn die USA weitere Importe aus China mit Importzöllen belegen und bestehende Zollsätze erhöhen sollten. Chinesische Vergeltungsmaßnahmen kämen dann wahrscheinlich hinzu. [mehr]
17. April 2018
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Deutschland erzielte gegenüber den USA 2017 einen Handelsbilanzüberschuss in Höhe von gut EUR 50 Mrd. Die Exporte beliefen sich auf gut EUR 111 Mrd. Dem standen Importe von rd. EUR 61 Mrd. gegenüber. Dies war der zweithöchste Überschuss im deutsch-amerikanischen Warenhandel. Gegenüber 2011 hat sich der deutsche Überschuss im Handel mit den USA in etwa verdoppelt. [mehr]
20. November 2017
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Deutschland hat seine Emissionen von Treibhausgasen (THG) zwischen 1990 und 2016 um 27,6% reduziert. Lässt man die Effekte der ersten Jahre nach der Wiedervereinigung außer Acht, ergibt sich zwischen 1995 und 2016 immerhin eine Reduktion um gut 19%. Das ist beachtlich, gerade im internationalen Vergleich. Denn auf globaler Ebene sind im gleichen Zeitraum die energiebedingten CO₂-Emissionen um mehr als 50% gestiegen. [mehr]
2.7.1