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Kreditgeschäft wächst gedämpft, deutsche Wirtschaft stagniert in Q4 2018

15. März 2019
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige war im letzten Jahr so stark wie seit der Euroeinführung nicht mehr (EUR +65 Mrd. bzw. 5,2% ggü. Vj.). Im vierten Quartal gab es jedoch einen Dämpfer, der Höhepunkt des Zyklus dürfte erreicht sein. Das Kreditvolumen legte 2018 in fast allen Branchen zu; den größten Schwung verzeichneten Auslandsbanken und Landesbanken. Leidtragender waren Anleiheemissionen, die auf das schlechteste Ergebnis seit der Krise kamen. Die deutsche Volkswirtschaft hat in Q4 eine technische Rezession knapp vermieden. Nach dem Schrumpfen im Vorquartal stagnierte die Wirtschaftsleistung zum Jahresende hin. Im Gesamtjahr 2018 wuchs das reale BIP um 1,4%. Nachlassende Exporte und ein nicht mehr so kräftiger privater Konsum waren die Hauptgründe für die Verlangsamung ggü. Vj. Die Prognose für dieses Jahr wurde angesichts einer Vielzahl von Risikofaktoren auf nur noch 0,5% gesenkt. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Makroökonomie"

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5. Oktober 2016
98
Mit 1,59% im Juli 2016 fielen die Hypothekenzinsen (5-10-jährige Zinsbindung) auf ein neues Allzeittief. Aufgrund der lockeren Geldpolitik der EZB ist weiter mit leicht fallenden Hypothekenzinsen zu rechnen. Im Jahr 2015 wurden 247.700 Wohnungen fertiggestellt, Dies ist lediglich ein Plus von 1% gegenüber Vorjahr. Der geschätzte jährliche Baubedarf liegt bei 350.000 bis 494.000 Wohnungen. Der Nachfrageüberhang vergrößerte sich im Jahr 2015 also erneut. Die zahlreichen Hindernisse – knappes Bauland, striktere regulatorische Vorgaben, Fachkräftemangel, steigende Baukosten und politische Hindernisse auf kommunaler Ebene – lassen nur einen allmählichen, mehrere Jahre dauernden Abbau des Nachfrageüberhangs erwarten. [mehr]
4. Oktober 2016
99
Die Auswirkungen der Niedrig- und Negativzinspolitik auf die Renditen der Finanzvermögen deutscher Privathaushalte hielten sich bislang in Grenzen, die nominale Gesamtrendite betrug im Schnitt der letzten vier Jahre 3,4%. Selbst nominale Renditen auf zinstragende Anlagen sind erst 2015 unter 2% gerutscht, da ein hoher Anteil längerfristiger und meist höher verzinslicher Anlagen die Wirkung wegbrechender Marktrenditen dämpfte. Hohe und stabile Bewertungsgewinne haben die Gesamtrendite in den letzten Jahren ebenfalls gestützt. Nicht zuletzt das QE-Programm der EZB dürfte diese begünstigt haben. Zinserträge und Bewertungseffekte dürften 2016 und 2017 stärker belasten. Auch die Einkommensrenditen anderer Anlagen dürften sinken. Der Raum für weitere deutliche Bewertungsgewinne dürfte begrenzt sein. Im Jahr 2017 könnte die reale Gesamtrendite sogar (wieder) negativ werden. [mehr]
30. September 2016
Region:
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Brexit affects regional policy both in the UK and in the EU27. It has a direct impact via financial adjustments for the individual funds, and indirect effects, possibly influencing the budgetary debates to come and adjusting regional policy priorities. However, the effects are highly contingent on the timing of Brexit and the planning processes and preparations for the new EU budget beyond 2020. The biggest stakes are potential changes to the structural funds which invest all across the EU. Finally, there is the issue of possible future cooperation between the EU27 and the UK after a Brexit. In principle, regional policy programmes already provide for some options here. However, the specific arrangements and conditions are only going to be defined as part of the negotiations to structure the new relationship. [mehr]
23. September 2016
101
Der „Klimaschutzplan 2050“ soll aufzeigen, wie Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann; er befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung. Öffentliche Kritik wurde laut, als einzelne Passagen eines früheren Entwurfs des Plans auf Initiative des Kanzleramtes entschärft wurden. In dieser politischen Diskussion stoßen langfristige politische Wunschvorstellungen auf vorsichtige (realistischere?) aktuelle Einschätzungen hinsichtlich des technischen Fortschritts und der erzielbaren Kostendegression bei klimafreundlichen Technologien sowie der Adaption durch die Konsumenten. Der Klimaschutzplan bleibt bei vielen wichtigen Aspekten vage: Mit welchen Technologien sollen die Klimaschutzziele erreicht werden? Welche absoluten Kosten sind in etwa zu erwarten? Welche Einschränkungen der Konsumentensouveränität und unternehmerischer Wahlfreiheiten schweben der Politik vor? Werden künftig Eigentums- oder Besitzstandsrechte beeinträchtigt? [mehr]
2. September 2016
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Wir erhöhen die BIP-Prognose für 2016 auf 1,9% (von 1,7%). Für das Jahr 2017 senken wir unsere Wachstumsprognose auf 1,0% (von 1,3%). Ein etwas schwächeres Lohnwachstum dürfte den Konsum und der gedämpfte Exportausblick sowie die hohe globale Unsicherheit die Ausrüstungsinvestitionen belasten. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Finanzierungssaldo, Leistungsbilanzüberschuss, Privatanleger, Deutsche Industrie, EZB [mehr]
31. August 2016
103
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige verharrte im zweiten Quartal de facto auf dem im März erreichten Stand (+0,1% bzw. +1,6% gg. Vorjahr). Kredite an Maschinenbau/Auto gingen nach zuletzt kräftiger Expansion deutlich zurück, dagegen setzte sich das robuste Wachstum im Dienstleistungssektor fort. Die meisten Bankengruppen legten zu, während Auslandsbanken und Landesbanken schrumpften. Die Zinsen sanken nochmals und könnten bei Einlagen in Kürze negativ werden. Im Leasing geht die Rekordjagd weiter, Anleihen lagen ebenfalls im Plus. Die deutsche Volkswirtschaft behielt ihren Wachstumstrend in Q2 bei (BIP +0,4% gg. Vq.), wobei es zu einem temporären Wechsel der Treiber kam. So waren die Investitionen deutlich rückläufig und auch der private Konsum enttäuschte. Stark entwickelte sich dafür der Außenbeitrag. Die BIP-Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht angehoben (auf 1,9%), die für 2017 weiter auf 1% gesenkt. [mehr]
29. August 2016
Region:
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Vor knapp vier Jahren hatte sich die EU-Kommission das Ziel gesetzt, den Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung von damals 15,5% auf 20% bis 2020 zu erhöhen. Dieses Ziel wird voraussichtlich verfehlt. Denn 2015 lag der Industrieanteil erst bei 15,6% und damit kaum höher als 2012. Aber: Der Industrieanteil in der EU ist seit 2012 zumindest nicht mehr weiter gesunken. Ferner nahm die industrielle Bruttowertschöpfung in der EU in den letzten Jahren sowohl in nominaler als auch in realer Betrachtung (leicht) zu. In einzelnen EU-Staaten hat sich die Bedeutung der Industrie sehr unterschiedlich entwickelt. Auffällig ist, dass der Industrieanteil in den drei großen osteuropäischen EU-Ländern seit 2012 stark zugenommen hat. Leichte Zugewinne verzeichnen Spanien und Italien. In Deutschland ist der Industrieanteil 2015 leicht gesunken, er liegt mit 22,8% aber noch immer weit über dem EU-Durchschnitt. [mehr]
26. August 2016
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EMU’s current account (CA) surplus has lent some support to the euro over the past two years at a time of relentless fixed income outflows. Germany is pivotal, as it accounts for 60% of the surplus. Since the rotation of fixed income assets out of Europe is likely to continue (‘Euroglut’) the balance of payments should therefore become even more bearish for the euro. The German surplus is likely to weaken by about 20% to 7% of GDP by the end of the decade due to unfavourable demographic trends, the housing boom and slowing globalisation. [mehr]
22. August 2016
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Das Verarbeitende Gewerbe ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2016 waren hier durchschnittlich über 5,2 Mio. Menschen beschäftigt. Gegenüber Anfang 2005 ist die Mitarbeiterzahl damit um 6,3% gewachsen – trotz der tiefen Rezession von 2008/09. Auf Branchenebene verzeichneten der Maschinenbau, das Ernährungsgewerbe, die Gummi- und Kunststoffindustrie sowie die Metallindustrie im genannten Zeitraum überdurchschnittliche Zuwächse. Zuletzt hat sich der Beschäftigungsaufbau in der deutschen Industrie verlangsamt. Angesichts des geringen globalen Wirtschaftswachstums und der verhaltenen Investitionstätigkeit dürfte die Industriebeschäftigung bis 2017 eher stagnieren – allerdings auf hohem Niveau. [mehr]
16. August 2016
Region:
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Die Debatte, ob negative Leitzinsen (Negative Interest Rate Policy, NIRP) den geldpolitischen Transmissionsmechanismus unterstützen oder ihn belasten, wogt weiter. Nachdem die BIZ und viele andere – unter anderem auch wir* – schon lange vor der ungebremsten Öffnung der geldpolitischen Schleusen und den Nebenwirkungen negativer Notenbankzinsen warnen, hat jetzt auch der Chef der englischen Zentralbank, Mark Carney, negativen Zinsen eine klare Absage erteilt, obwohl er nach dem Brexit-Schock mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, ein Abgleiten der britischen Wirtschaft in die Rezession zu verhindern. Sein im August auf den Weg gebrachtes Maßnahmenpaket hat die Markterwartungen deutlich übertroffen, Minuszinsen hat Carney aber mit Hinweis auf die negativen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte ausgeschlossen. [mehr]
3. August 2016
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Vieles von dem, was wir vor Dekaden bereits in Science-Fiction-Filmen mit Staunen beobachten durften, ist heute massenmarkt-taugliche Realität. Hollywood zeigt uns heute, was auf uns zukommt, wenn wir an den digitalen Technologien mit der aktuellen Dynamik weiter forschen. Von der künstlichen Intelligenz bzw. deren Unterstützung in all unseren Lebensbereichen sind wir zweifelsohne noch weit entfernt. Wenn es aber z.B. um Mustererkennung, moderne Datenauswertung oder den Einsatz selbstlernender Algorithmen geht, dann werden gerade beachtliche Fortschritte erzielt. Ohne diese technologischen Fortschritte wäre es uns nicht mehr möglich, mit der exponentiell wachsenden Datenflut und dem nur noch erahnbaren Datenpotential fertig zu werden. Wir brauchen die Maschinen. [mehr]
4.4.1