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Turbulenter Sommerauftakt

3. Juli 2018
Der Sommerbeginn war geprägt von zahlreichen politischen Irritationen, die auch nicht ohne Einfluss auf Konjunktur und Märkte bleiben. Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und der EU droht sich über die Zölle auf Stahl und Aluminium hinaus auf die EU-Autoexporte in die USA auszuweiten. Davon wäre insbesondere die exportorientierte deutsche Autoindustrie betroffen. Im Asylstreit haben sich die Koalitionsparteien CDU und CSU auf einen Kompromiss geeinigt, der im Einklang mit den Beschlüssen des EU-Gipfels aus der letzten Woche steht. Damit sollte nun die Rückkehr zu einer konstruktiven Regierungsarbeit möglich sein. Mit Blick auf die Unsicherheiten im wirtschaftspolitischen und konjunkturellen Umfeld sehen wir unsere jüngste Anpassung der deutschen BIP-Wachstumsprognose für 2018 auf 2,0% (zuvor 2,3%) als wohlbegründet an. [mehr]

Weitere Dokumente von Josef Auer

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13. Oktober 2014
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Mittelfristig müssen sich die heimischen Maschinenbauer auf vier Trends einstellen: 1.) entsteht mit den USA und (erneut) China gerade eine neue, und zwar bipolare Maschinenbauabsatzwelt, 2.) wandelt sich der Produktfokus hin zu kundenspezifischen Systemlösungen, 3.) gewinnen nicht-preisliche Wettbewerbsfaktoren an Bedeutung 4.) ist die klassische Zweiteilung in Produzentenländer mit Schwerpunkt Serienmaschinen und andere mit Fokus Spezialmaschinen nicht länger aufrechtzuerhalten. Erkennt der klassische „Zulieferer“ des Produzierenden Gewerbes die neuen Megatrends rechtzeitig, kann er – darauf aufbauend – zukunftsträchtige Anpassungs-, Überlebens- und nicht zuletzt Wachstumsstrategien entwickeln. Eine Steilvorlage für den deutschen Maschinenbau ist der Trend zu Industrie 4.0. Zur Sicherung der Technologieführerschaft gilt es jedoch, die Innovationsfähigkeit weiter zu verbessern. Die Internationalisierungsstrategie ist gleichfalls zu erweitern, im Idealfall mit dem Bau deutscher Produktionsstätten und damit deutscher Maschinen direkt vor Ort. [mehr]
30. September 2014
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Die zuletzt positive Überraschung bei den realwirtschaftlichen Konjunkturindikatoren haben die Sorgen, Deutschland könne in Q3 in eine Rezession schlittern, erst einmal verfliegen lassen. Die anhaltenden geopolitischen Risiken und Fragezeichen hinter der Stärke der erwarteten Konjunkturerholung dürften aber für eine schwächere Entwicklung bei den Exporten und den Unternehmensinvestitionen sorgen. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für das Winterhalbjahr 2014/2015 gesenkt. Für 2015 reduziert sich unsere Prognose damit von 1,8% auf 1,5%. Weitere Themen dieser Ausgabe befassen sich mit der Geldpolitik, der Entwicklung der öffentlichen Finanzen, möglichen Konsequenzen russischer Sanktionen im Gasbereich sowie dem Anlagenverhalten deutscher Haushalte. [mehr]
23. Mai 2014
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Aufgrund zahlreicher politischer Anreize, insbesondere rund um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), versechsfachte sich der Anteil der Erneuerbaren seit 1997 sowohl am Primärenergieverbrauch als auch in der Verstromung. Die deutsche Energiewende 1.0 verursachte nicht nur enorme Kosten, sondern auch Nebeneffekte bei Strompreisen, im Erzeugungsmix sowie dem Emissionshandel. Und trotz EEG lag der Beitrag von Wind/Solar am PEV 2013 bei lediglich gut 2%. Per Saldo könnte der „Grünstromanteil“ bis 2035 ca. 60% betragen. Aber: Wie werden - angesichts der Energiewende 2.0 - die restlichen 40% erzeugt? Je nach Szenario ist Erdgas oder Kohle stärker gefordert. [mehr]
19. Mai 2014
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Bis jetzt war der Westen in seinem Versuch, Russlands Übergriffe auf die Ukraine einzudämmen, relativ zurückhaltend und hat von ökonomisch bzw. finanziell schmerzhaften Sanktionen abgesehen. Die Ukrainekrise und weitere Sanktionen sind nicht unerheblich für das Profil der europäischen Konjunkturerholung. Aber angesichts der Verteilung der Kosten, sollte sich der Westen ein härteres Vorgehen gegenüber Moskau leisten können. Die ökonomischen Kosten wären zweifelsohne höher, wenn die russischen Energielieferungen an den Westen gefährdet wären. Dies hätte jedoch einen sehr hohen Preis für Russland selbst. [mehr]
29. Januar 2014
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Der massive Aufbau der Erneuerbaren Energien führt zu einer Zunahme der Volatilität des Stromangebots. Da für die neue Bundesregierung die Umsetzung der Energiewende ein Hauptthema ist, erfordert dies unseres Erachtens aber künftig auch innovative Lösungen jenseits traditioneller technischer Speicher. Perspektivisch kann diese Wende ohne Power-to-Gas kaum gelingen, da Power-to-Gas als Speichermedium die weiter massiv zunehmenden Volatilitäten im Stromangebot ausgleichen könnte. Die Perspektiven für Power-to-Gas sind günstig. Die Fachwelt fordert bis 2022 die Installation von Power-to-Gas-Systemen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 1.000 MW, um einen Anfangsmarkt zu etablieren. Steigt in der Zeit danach – wie von uns erwartet – der Stromspeicherbedarf infolge der steigenden Grünstrommengen und -fluktuationen weiter, ist Power-to-Gas eine geeignete Antwort auf die derzeit noch offene Frage nach einer tragfähigen technischen Lösung. [mehr]
26. November 2013
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Der Ausbau der Erneuerbaren ist ein erstrebenswertes Zukunftsziel. Das bisherige Förderregime gefährdet jedoch zunehmend die deutsche Wettbewerbsfähigkeit. Um dies zu verhindern, muss die Energiewende effizienter gestaltet werden. Wir begrüßen das Vorhaben der Politik, neue Eigenverbrauchsanlagen mit einer Mindestumlage zu belegen. Um einem dauerhaften Anstieg der EEG-Umlage entgegenzuwirken, sollte die Förderung von erneuerbarem Strom in marktwirtschaftliche Preis- und Mengenmechanismen überführt werden. Die Ausnahmeregelungen bei der EEG-Umlage sind zu verschärfen; energieintensive Unternehmen im internationalen Wettbewerb müssen befreit bleiben. [mehr]
2. Oktober 2013
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Die deutsche Industrie zeigt erste Anzeichen einer Erholung. Angesichts des großen Unterhangs von 1,6% aus dem Jahr 2012 erwarten wir aber, dass die Industrieproduktion im laufenden Jahr lediglich stagniert. 2014 zieht die Industriekonjunktur weiter an (+4%). Die Belebung geht mit einem stärkeren Wachstum in den USA und – in geringerem Maße – in China einher. Auch die EWU-Länder verzeichnen wieder ein positives BIP-Wachstum, sodass die Exporte der Konjunktur Schwung verleihen. Dies hilft z.B. der Automobilindustrie, der Elektrotechnik und dem Maschinenbau. [mehr]
31. Mai 2013
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Der traditionelle, globale Kraftwerkspark befindet sich aus vielerlei Gründen im Wandel. Fraglos war es in den Tagen nach Fukushima vorschnell, ein rasches Ende der friedlichen Nutzung der Kernenergie vorauszusagen. In den kommenden beiden Dekaden wird der frisch entbrannte Gas/Kohle-Wettbewerb auf dem Strommarkt nicht zu dem einen, dem „globalen Gewinner“ führen. Während in den USA das Erdgas seinen Siegeszug fortsetzt, bleibt Kohle in Asien die Nr. 1. In Europa gewinnt das Stromerzeugungsbild an Farbe: Während Deutschland auf Erneuerbare setzt, bleibt Frankreich bei Kernenergie und andere Länder präferieren weiter die Kohle. Der in den beiden kommenden Dekaden weiter expandierende „Stromhunger“ bietet ausreichend Platz für die Koexistenz der unterschiedlichsten Stromerzeugungsalternativen. [mehr]
11. Juli 2012
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Die deutsche Energiewende zielt weit über den verordneten, beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergieerzeugung hinaus. Sie eröffnet Kommunen und Stadtwerken neue Handlungsfelder für die Energiebereitstellung, im Wärmemarkt sowie im Verkehrssektor. Angesichts des sehr hohen Investitionsbedarfs wird deutlich, dass die begrenzten Budgets der Kommunen und Stadtwerke der wichtigste Engpass für die regional unverzichtbare Energiewende sind. Für die Mittelverwendung sollte daher entscheidend sein, welche Maßnahmen die Energiewende insgesamt am meisten forcieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht per se miteinander vereinbar sind. [mehr]
2.6.3