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EU-Haushalt 2021-2027: Fällt Europas Zukunft dem Status quo zum Opfer?

26. Februar 2020
Die Sondersitzung des Rates über den nächsten EU-Haushalt 2021-2027 in der vergangenen Woche endete ohne eine Einigung. Als die Staats- und Regierungschefs der EU die Verhandlungen am Freitag in Brüssel nach fast 30 Stunden verließen, gab es nicht mal einen Zeitplan für weitere Gespräche. Vor dem Hintergrund, dass die Verhandlungen zwischen Nettozahlern und Empfängern des Siebenjahreshaushalts traditionell umstritten sind, ist dieses Ergebnis nicht überraschend. Diesmal ist die Situation aber wesentlich komplizierter, da der Brexit eine beträchtliche Lücke von etwa 60-75 Milliarden Euro im EU-Budget von ~1 Billion Euro hinterlässt. Trotz der akribischen Vorbereitungen des Ratspräsidenten Charles Michel, einschließlich eines Marathons bilateraler Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der EU im Vorfeld des Gipfels und eines neuen Kompromissbudgetvorschlags, konnte nicht einmal eine vorläufige Einigung über den ungefähren Umfang des mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) erzielt werden. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Europa"

195 Dokumente
29. Mai 2020
Die Corona-Krise hat die europäischen Banken schon im ersten Quartal hart getroffen, sie haben diese aber bisher relativ gut überstanden. Weitere Belastungen sind allerdings mit Sicherheit zu erwarten. Während die Erträge und Kosten nur leicht sanken, schossen die Rückstellungen für Kreditausfälle in die Höhe und machten den Gewinn der Branche fast komplett zunichte. Die Kapitalquoten gingen im Quartalsvergleich zurück, jedoch weniger als befürchtet, da die Banken die Dividenden für 2019 gestrichen hatten. Das Bilanzsummenwachstum erreichte mit 10% gegenüber dem Jahresende einen neuen Rekord, was auf einen Anstieg der Unternehmenskredite, höhere Liquiditätsreserven bei den Zentralbanken und ein höheres Derivatevolumen zurückzuführen war. [mehr]
28. Mai 2020
Commission President von der Leyen presented the long anticipated Commission proposal for a EUR 750 bn European Recovery Instrument together with an upsized EU budget for the next seven years. The plan goes beyond the Franco-German proposal that surprised markets last week. It can be expected to cause heated debates in the European Council and meet fierce resistance from frugal EU members. [mehr]
4. Mai 2020
During March, the first month in which the coronavirus pandemic made itself felt in Europe, banks' balance sheets grew substantially. On the one hand, euro-area banks raised enormous amounts of liquidity from the ECB, other financial corporations and non-financial companies. On the other, they just kept a large part of that at the central bank or lent it to other banks and other financial corporations. In addition, banks extended markedly more credit to non-financial firms which likewise stacked up their liquidity buffers to prepare for weaker cash flows as a result of the looming massive recession. The crisis so far had no major impact on banks’ retail business and their holdings of government bonds. [mehr]
24. April 2020
The press statement of European Council President Michel after yesterday’s video conference of EU leaders remained vague on the EU’s joint fiscal response to the COVID-19 crisis. EU leaders endorsed their earlier agreement on the EUR 540 bn package of safety nets and also agreed “to work towards establishing a recovery fund”, asking the Commission to rapidly prepare a proposal of what this requires. Interlinking the EU's recovery plan with the budget might add another layer of complexity but could also serve as a spur for rapid agreements on both matters. [mehr]
8. April 2020
The banking industry in Europe is entering the corona recession with strong capital levels and ample liquidity, though still only moderate profitability. Revenues will come under substantial pressure this year, loan loss provisions will jump and net income will fall materially – many banks may well make losses. However, there is likewise massive support from the public sector, with governments propping up the real economy, central banks the financial markets and supervisors relaxing rules for banks. This should mitigate the hit. Nevertheless, the risks are profound and a prolonged shutdown could even trigger a renewed banking crisis. Enormous uncertainty regarding its depth and length notwithstanding, the current crisis may well turn out more severe than the macro-financial shock scenario underlying the latest European bank stress test. Its magnitude could possibly even exceed the financial crisis and the Great Recession. [mehr]
7. April 2020
Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben die EU-Regierungen den Grenzverkehr in den vergangenen Wochen in unterschiedlichem Umfang vorübergehend wieder eingeschränkt. Die Maßnahmen reichen von Grenzkontrollen bis hin zu Grenzschließungen. Dies hatte zuweilen ernsthafte Auswirkungen auf den Frachtverkehr; die Grenzkontrollen führten zu kilometerlangen Staus, wie etwa zwischen Polen und Deutschland. [mehr]
1. April 2020
Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Reise- und Ausgangsbeschränkungen ist der Personenverkehr auf nationaler Ebene und grenzüberschreitend dramatisch eingebrochen; dies betrifft alle Verkehrsträger. Sollte dieser Zustand über die Sommermonate anhalten, drohen gerade den klassischen Tourismuszielen z.B. in der Mittelmeerregion heftige wirtschaftliche Einbußen. [mehr]
18. März 2020
The competition for global AI leadership is speeding up. But it already seems to be a two-horse race between the US and China. Europe faces an imminent risk of falling far behind if the EU and its members do not react rapidly and boldly. This could have broad implications for Europe's competitiveness, future wealth and political stability. The Commission's recently published White Paper on AI and its communication on a European strategy for data are crucial steps to formalise the debate on addressing the AI challenge in Europe. While the EU's strategy goes in the right direction, several points need to be clarified, in particular regarding the investment gap towards the US and China, finding the right balance between regulation and competitiveness of the EU's AI industry, and data access for AI research. [mehr]
28. Februar 2020
Inzwischen wirkt sich das Coronavirus nicht mehr allein über die Exportnachfrage aus China und die Lieferketten auf die europäische Wirtschaft aus, sondern das Virus selbst ist in Europa angekommen. Freiwillige Maßnahmen („soziale Distanzierung“) und offizielle Schritte zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Virus dürften zu Störungen des wirtschaftlichen Lebens führen. Und davon dürfte nicht nur Norditalien betroffen sein, wo rund 5% des BIP des Euroraums erwirtschaftet werden. Wenn lediglich 10% des Euroraums von einem vorübergehenden Konjunkturschock ähnlichen Ausmaßes wie in Hongkong nach dem SARS-Ausbruch im Jahr 2003 in Mitleidenschaft gezogen würden, dürfte das BIP im gesamten Euroraum in H1 stagnieren und die Region an den Rand einer technischen Rezession geraten. Bisher ist noch unklar, wie sich die Lage entwickelt – und das hier vorgestellte Szenario könnte sich noch als optimistisch erweisen. [mehr]
3. Februar 2020
Brexit talks are only moving onto the next phase, the UK and EU must agree the terms of a future economic relationship by the end of the status quo transition period on December 31st 2020. The next chapter in talks is expectant to generate less in the way of intraday excitement for investors, their outcome is more important for the UK's future growth prospects and asset valuations. [mehr]
21. Januar 2020
The global map shows the inflation targets of developed and emerging markets. In emerging economies central banks tend to have higher inflation targets than the central banks in their developed counterparts. The difference generally arises from their stronger inflation rates partly due to lower productivity in tradeable goods production in emerging markets. This key feature is likely to persist as the catch-up process of many emerging markets will continue for some time. [mehr]
9. Januar 2020
Die europäischen Banken kämpfen weiterhin darum, nicht noch mehr zurückzufallen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 lagen Erträge und Kosten auf dem Niveau des Vorjahres. Bemerkenswerterweise stieg der Zinsüberschuss trotz der noch niedrigeren Zinsen an. Die Kreditrisikovorsorge legte nach Rekordtiefständen leicht zu. Der Nettogewinn ging moderat zurück, blieb aber solide. Das Bilanzwachstum war so stark wie seit Jahren nicht mehr – die Banken müssen sich gegen eine Reihe neuer Konkurrenten behaupten. Prägende Themen für das Jahr 2020 dürften neben Bemühungen um eine Verbesserung der Ertragslage auch die Umsetzung von Basel IV, die anhaltenden geopolitischen Risiken sowie eine schwache Konjunktur sein. [mehr]