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Deutschlands Kampf gegen das Coronavirus – Update

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336 Dokumente
20. Januar 2021
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Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz: Verlängerung der aktuellen Maßnahmen bis zum 14. Februar. Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im ÖPNV und im Einzelhandel. Per Verordnung mehr Homeoffice, wo immer dies möglich ist. Verlängerung der bisherigen Maßnahmen bei Kitas und Schulen und „restriktive Umsetzung“. * Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland steigt zum sechsten Mal in Folge. * Vorläufiger Bundeshaushaltsabschluss 2020: Defizit und Neuverschuldung deutlich geringer als erwartet, auch aufgrund von Verzögerungen beim Mittelabfluss (Hilfsgelder). * Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist 2020 um 38% gg. Vorjahr zurückgegangen. * Zahl der Neuinfektionen in Deutschland rückläufig (-21% gg. Vorwoche), weniger Intensivpatienten, aber hohe Todesfallzahlen. [mehr]
19. Januar 2021
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Die Corona-Pandemie löst extreme konjunkturelle Schwankungen in der deutschen Automobilindustrie aus. Dennoch bleiben strukturelle Herausforderungen sehr viel relevanter – manche durch regulatorische Rahmenbedingungen ausgelöst (z.B. CO2-Grenzwerte für Pkw), andere basierend auf Marktentwicklungen. Bei klassischen Standortfaktoren wie der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, Lohnhöhe oder der Flexibilität bei Arbeitszeiten hat sich Deutschlands Position im internationalen Vergleich zuletzt eher verschlechtert. Der Anteil Deutschlands an der globalen, aber auch an der europäischen Automobilproduktion könnte in den kommenden Jahren sinken. Die deutsche Autoindustrie ist besser für die elektromobile Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet als der Automobilstandort Deutschland. [mehr]
18. Januar 2021
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Die Corona-Pandemie hat die Koordinaten in der Arbeitswelt nachhaltig verschoben. Die Arbeit der Zukunft wird aus Mischformen bestehen und damit auch nach Corona flexibler werden: Büro und Heimarbeit werden also zwei Seiten der gleichen Medaille und gleichberechtigt nebeneinander stehen, so Marc Schattenberg in dieser neuen Ausgabe von Podzept. Die Zukunft gehört hybriden Arbeitsmodellen. [mehr]
13. Januar 2021
4
Fast 32% weniger Unternehmensinsolvenzen im Oktober. Aussetzen der Insolvenzantragspflicht bis Ende 2020 als wesentlicher Grund. Aber mehr Verfahrenseröffnungen im Dezember. * Stabile Industrie: Produktion im Verarbeitenden Gewerbe stieg im November um 1,2% gg. Vormonat; nur noch gut 2% unter Vorjahresniveau. Zuvor waren bereits die Aufträge um 2,3% gg. Vormonat gestiegen. * Deutsche Ausfuhren im November nur noch um 1,3% unter Vorjahresniveau. Exporte nach China steigen dabei um über 14% gg. Vorjahr. * HDE: Für knapp 80% der befragten Handelsunternehmen reichen die aktuellen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung aus. * Auch in der Gastronomie und Hotellerie bangen drei Viertel der Unternehmen um ihre Existenz. * Mehr Neuinfektionen in Deutschland im Vergleich zur Vorwoche, aber weniger Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. [mehr]
6. Januar 2021
5
Nach dem historischen BIP-Einbruch von 5,4% im Jahr 2020 erwarten wir für 2021 ein Plus von 4,5% und eine Inflation von 1,4%. Für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung bis mindestens zum Jahresende 2021. Im Jahr 2019 wurden 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt, ein Plus von nur 2% ggü. Vorjahr. Wohneigentum bleibt von der Zinsseite her erschwinglich. Im Jahr 2021 dürfte die Erschwinglichkeit voraussichtlich wegen seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung, aber vermutlich weiter steigender Hauspreise etwas sinken. Der Trend von nun seit über zehn Jahren fallenden Mietrenditen dürfte noch einige Zeit bestehen bleiben. [mehr]
6. Januar 2021
6
Lockdown bis Ende Januar verlängert und verschärft. Treffen nur noch mit einer weiteren Person erlaubt, die nicht im eigenen Haushalt lebt. Einschränkungen des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, wenn 7-Tage-Inzidenz in Landkreisen über 200 liegt. * Umsatzplus im deutschen Einzelhandel im Jahr 2020 laut Schätzung des Statistischen Bundesamts von real etwa 4%. Aber starke Spreizung. Händler befürchten Pleitewelle. * Corona-Pandemie beendet 14-jährigen Aufwärtstrend bei Erwerbstätigkeit. Erwerbstätigenzahl 2020 um 1,1% gesunken. Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2020 deutlich auf knapp 2,7 Mio. (+429.000) Personen gestiegen. [mehr]
18. Dezember 2020
7
Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen hat im dritten Quartal stagniert, erstmals seit 2015 (nur noch +4,2% ggü. Vj.). Vor allem in Industriebranchen, die zuletzt starkes Wachstum verzeichnet hatten, gab es eine Gegenbewegung. Förderbanken und die Verbünde schnitten gut ab, anders als Auslandsbanken und Landesbanken. Die Unternehmen schichteten weiter von kurz- in langfristige Kredite um; die Einlagen stiegen stark. Bei Anleihe- & Aktienemissionen lief es sehr gut. Die deutsche Volkswirtschaft hat in Q3 einen Großteil des vorherigen Konjunktureinbruchs wettgemacht (BIP +8,5% ggü. Vq.). Dabei erholten sich sowohl der private Konsum als auch die Investitionen der Unternehmen und der Außenhandel. Angesichts des neuerlichen Lockdowns dürfte das Wirtschaftswachstum im Winterhalbjahr nochmals leicht negativ sein, bevor es mit breit angelegten Impfungen ab dem Frühjahr stark anziehen sollte (Prognose 2021: +4,5%; 2020: -5,4%). [mehr]
17. Dezember 2020
8
Die Corona-Pandemie hat die Koordinaten in der Arbeitswelt nachhaltig verschoben, ein Großteil der Büroarbeit wird nun im Homeoffice geleistet. Auch für die Zukunft zeigen sich Unternehmen offen für mehr Homeoffice, viele Arbeitnehmer wünschen sich hybride Arbeitsmodelle. Die neue Flexibilität bietet Spielraum zur Effizienzverbesserung, doch Produktivitätsgewinne sind kein Selbstläufer. Räumliche Distanz hemmt den Wissensaustausch – die Serendipität leidet. Bei anhaltend mehr Homeoffice könnte die Nachfrage nach traditionellen Büroflächen zwar zurückgehen, aber nicht so stark wie die erste Homeoffice-Euphorie vermuten ließ. Die deutsche Erwerbsbevölkerung wird durch den demografischen Wandel spürbar schrumpfen. Hier bietet Homeoffice eine Möglichkeit zur Sicherung der Erwerbsbeteiligung. Das berufliche Arbeiten in den heimischen vier Wänden dürfte in hybrider Form beibehalten werden – Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. [mehr]
15. Dezember 2020
9
Die Menschheit hat bisher offensichtlich eine Vielzahl an Epidemien überlebt. Allerdings ist der Mensch ausgesprochen schlecht darauf vorbereitet, mit unsichtbaren Gefahren umzugehen. Die COVID-19-Pandemie weist darüber hinaus vier Eigenschaften auf, die die menschliche Analysefähigkeit wohl überfordern: Zeitverzögerungen, externe Effekte, Nichtlinearitäten und Komplexität. Bei der Auseinandersetzung mit diesem Phänomen unterliegen wir erheblichen Wahrnehmungsverzerrungen, die unseren individuellen und gesellschaftlichen Umgang mit COVID-19 so schwierig machen. Aber die Einsicht in diese Probleme könnte zu etwas vorsichtigeren und weniger apodiktischen Ansichten führen. Unser evolutionärer Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass wir zu „sozialen Lebewesen“ geworden sind, wobei gerade unsere intuitiven und häufig wenig rationalen Wahrnehmungen und Verhalten ein reibungsloseres Zusammenleben ermöglicht haben. Nun liegt es an der Gesellschaft und ihren Institutionen zu verhindern, dass die Menschen sich nicht durch ihre Wahrnehmungsprobleme dazu verleiten lassen, sich gegen die Gesellschaft zu wenden. [mehr]
14. Dezember 2020
10
Die Pandemieentwicklung und das Impftempo bestimmen den Konjunkturverlauf, die Infektionsraten werden bis ins Frühjahr hoch bleiben. Im Sommer werden die Impfungen zu einer nachhaltigen Eindämmung der Pandemie führen. Die Konjunktur sollte ab Q2 an Fahrt aufnehmen, im Jahresdurchschnitt dürfte das BIP um 4,5% zulegen, nach einem Rückgang um 5,4% in 2020. Deutschland geht ins Superwahljahr 2021: Neben der Bundestagswahl stehen sechs Landtagswahlen an. Unser Baseline-Szenario ist eine schwarz-grüne Regierungskoalition, für deren Zustandekommen aber beide Seiten erhebliche Kompromisse eingehen müssen. Außerdem in dieser Ausgabe: Hochlaufphase für Impfungen hat begonnen, Welthandel und Exporte, privater Konsum, Arbeitsmarkt, Ausrüstungsinvestitionen, Wohnungsmarkt, öffentliche Finanzen, Inflation, deutsche Industrie, EZB-Geldpolitik. [mehr]
8. Dezember 2020
11
Der deutsche Aktien-Leitindex Dax bekommt ein neues Regelwerk. Die Zahl der Indexmitglieder steigt von 30 auf 40, der Börsenumsatz entfällt als Auswahlkriterium und neue Mitglieder müssen zuvor wenigstens zwei Jahre nacheinander profitabel gewesen sein. Auch die Corporate-Governance-Anforderungen werden verschärft. Der Dax wird dadurch diversifizierter und etwas „jünger“ werden, das starke Übergewicht des Verarbeitenden Gewerbes wird jedoch trotz der Erweiterung voraussichtlich nicht geringer werden. Das neue Profitabilitäts-Kriterium ist kritisch zu sehen, da es die Aufnahme junger, aufstrebender Start-ups erschwert. Insgesamt werden Indexregeln nichts an den grundsätzlichen Problemen ändern, die den deutschen Aktienmarkt und die Aktienkultur belasten – das können und sollten nur die politischen Entscheidungsträger. Deutschlands Anteil an der globalen Marktkapitalisierung ist nur rund halb so hoch wie sein Anteil am globalen BIP. Das teuerste Unternehmen weltweit hat einen höheren Börsenwert als der gesamte zukünftige Dax 40 zusammengenommen. [mehr]
3. Dezember 2020
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Es ist nicht zu übersehen, dass der Haushalt in eine immer größere Schieflage geraten ist. Auch wenn es richtig war, die Corona-Hilfszahlungen weiter zu lockern und um außerordentliche Hilfen zu ergänzen, muss jetzt gleichzeitig verhindert werden, über das Ziel hinauszuschießen. Um den absehbaren Konsolidierungsdruck in Grenzen zu halten, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die fiskalischen Ressourcen über einen effizienteren Mitteleinsatz zu schonen. Auf die neue Bundesregierung kommen schwere Herausforderungen zu. Sie muss es letztlich schaffen, die öffentlichen Finanzen wieder auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, ohne dabei der Wirtschaft über noch höhere Steuer- und Beitragsbelastungen die Luft zum Atmen zu nehmen. Ein großer Kassensturz nach der Bundestagswahl im nächsten Herbst wird wohl unausweichlich sein. [mehr]
13.4.0