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Nicht über den Berg, Politik ist keine Hilfe

17. Mai 2019
Diese Ausgabe des Ausblicks Deutschland besteht aus einer Reihe eher kurzer Beiträge. Wir fühlen den Pulsschlag der deutschen Konjunktur nach dem überraschend starken ersten Quartal. Dieser ist weiterhin flach, das BIP dürfte im zweiten Quartal stagnieren und auch im zweiten Halbjahr dürfte das Wachstum eher kraftlos bleiben. Dieser Befund wird durch weitere detaillierte Analysen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus bestätigt. Wir beschreiben das Trilemma der deutschen Fiskalpolitik bestehend aus Forderungen nach Steuersenkungen sowie nach höheren Sozialausgaben bei gleichzeitiger Einhaltung der „Schwarzen Null“ und werfen einen Blick auf die Probleme, mit denen Finanzminister in der Digitalwirtschaft konfrontiert werden. Außerdem stellen wir unseren neuen „Financial Conditions Index“ für Deutschland vor und schauen auf die Zinspolitik der EZB. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

309 (25-36)
1. April 2020
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Die Corona-Krise hat die Unsicherheiten über die Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt deutlich erhöht. Die globale Flucht in sichere Anlagen dürfte für Wohnimmobilien tendenziell preissteigernd wirken. Temporär ist aber infolge des kräftigen Wirtschaftseinbruchs insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2020, der hohen wirtschaftlichen Ungewissheit und der zudem von vielen Menschen empfundenen psychologischen Krise auch mit Preisrückgängen zu rechnen. [mehr]
24. März 2020
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Wir untersuchen die Auswirkungen von Negativzinsen auf die Portfolios der Haushalte in Deutschland. Die reale Rendite auf Bargeld und Einlagen lag im ersten Quartal 2019 bei -1,2%. Das kostete die Deutschen 2019 pro Person real rund EUR 150, im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1991-2014. Der Gesamtverlust eines repräsentativen Haushalts einschließlich der Ansprüche gegenüber Versicherungen betrug etwa EUR 540 pro Jahr. Die reichsten 10% der Deutschen besitzen 60% des Finanzvermögens und haben wahrscheinlich deutlich höhere Verluste. 2019 erreichte die Nettokreditvergabe an Privathaushalte in Deutschland mit EUR 59,5 Mrd. (+4,8% ggü. Vj.) einen neuen Höchstwert. Immobilienkredite verzeichneten ein Rekordplus von EUR 53 Mrd. (5,3% ggü. Vj.). Die Einlagen stiegen im saisonal starken Schlussquartal um EUR 41,1 Mrd. 2020 wird das Wachstum der Immobilienkredite wahrscheinlich einbrechen, bis hin zu einer Stagnation. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie kommt es aller Voraussicht nach zu Einkommenseinbußen für die privaten Haushalte sowie möglicherweise auch zu Kapazitätsengpässen bei Genehmigungsverfahren. [mehr]
13. März 2020
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Im Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen ist 2020 eine erhebliche Verlangsamung zu erwarten. Das vierte Quartal war dagegen noch robust (Kreditvolumen EUR +6,8 Mrd., +4,9% ggü. Vj.). Das zuletzt geringe Einlagenwachstum (+1,1%) sollte sich in der Rezession deutlich beleben. Die Kreditnachfrage dürfte spürbar nachlassen, die Banken die Kreditstandards verschärfen und Margen ausweiten. Offen ist, ob die Zinsen daher wie üblich sinken oder sogar steigen werden. Die deutsche Wirtschaft wird 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich um 0,2% schrumpfen. In Q4 2019 verharrte das BIP auf Vorquartalsniveau. Bemerkenswert war der Konsumstreik der privaten Haushalte. Der Löwenanteil der positiven Impulse kam vom Lageraufbau, wenngleich auch Staatskonsum und Bauinvestitionen marginal zum Wachstum beitrugen. Das konnte den negativen Außenbeitrag aber lediglich ausgleichen. [mehr]
9. März 2020
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Preise und Mieten dürften in Frankfurt am Main weiter zulegen. Allerdings sehen wir erste Anzeichen für eine verhaltenere Preis- und Mietdynamik. Die Wohnungsnachfrage erhöht sich sowohl durch natürliches Bevölkerungswachstum als auch durch nationale und internationale Zuwanderung. Das Jahr 2020 wird aufgrund der weiterhin unklaren Situation rund um die künftigen Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU spannend. [mehr]
6. März 2020
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Privatkunden in Deutschland haben bisher relativ wenig Interesse an passiven Anlagealternativen gezeigt, verglichen mit traditionellen Investmentfonds. Robo-Advisors, die vor allem in ETFs investieren, gewinnen jedoch immer mehr Kunden und steigern ihr verwaltetes Vermögen. 2025 könnten sie etwa EUR 25-35 Mrd. verwalten, gegenüber EUR 4 Mrd. heute. Dieser Trend dürfte zu höheren ETF-Investitionen von Privatkunden in Deutschland führen. Robo-Kunden schätzen Effizienz und Autonomie in finanziellen Angelegenheiten. Trotz ihrer Vorliebe für digitale Angebote und ihrer Online-Affinität besuchen sie aber immer noch Filialen. [mehr]
20. Februar 2020
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Die wichtigste Botschaft lautet: Wenn der Mietendeckel verfassungskonform ist, verändert sich die Lage für Investoren erheblich. Die Neuausrichtung der Wohnungspolitik der Stadt Berlin mit dem Mietendeckel ist ein radikaler Versuch, marktwirtschaftliche Mechanismen auszuhebeln. Doch der wirtschaftliche Superzyklus in Berlin wird sich unserer Ansicht nach unvermindert fortsetzen und für langfristig orientierte Investoren ist Berlin weiterhin ein attraktiver Markt. Die negativen Nebenwirkungen des Mietendeckels auf dem Wohnungsmarkt dürften langfristig klar hervortreten. [mehr]
12. Februar 2020
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Deutsche Konjunktur – immer anfälliger. Aufgrund der sehr schwachen Dezember-Daten erscheint ein leichter BIP-Rückgang in Q4 2019 wahrscheinlich. Zudem stellt das Coronavirus ein Risiko für die globale Erholung dar, da die Hoffnungen auf einer Belebung der chinesischen Wirtschaft ruhen. Dieser Faktor dürfte auch das deutsche BIP-Wachstum in Q1 0,2%-Punkte kosten. Eine technische Rezession im Winterhalbjahr erscheint durchaus möglich. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutsche Staatsfinanzen, Arbeitsmarkt, Autokonjunktur, Berliner Wohnungsmarkt, regionale Unterschiede im Bankgeschäft, (politischer) Sturm über Deutschland) [mehr]
7. Februar 2020
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Wie im Vorjahr dürfte die Kreditvergabe auch im Jahr 2020 erneut die Preise ankurbeln. Dämpfend wirkt dagegen das regulatorische Umfeld, insbesondere aufgrund des Berliner Mietendeckels. Beide Entwicklungen haben kaum Einfluss auf die Knappheit an Wohnraum. Eine schnelle Ausweitung des Wohnangebots dürfte auch im Jahr 2020 aufgrund zahlreicher Hindernisse ausbleiben. [mehr]
17. Januar 2020
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Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im dritten Quartal den ersten größeren Rückschlag seit Langem erlebt. Das Kreditvolumen stieg nur um EUR 7,3 Mrd. (+4,8% ggü. Vj.). Insbesondere in der Industrie und bei den kurzfristigen Krediten gab es einen Rückgang. Das Einlagenwachstum erhöhte sich dagegen auf 2,5%, während die Zinsen in den meisten Bereichen auf Allzeittiefs absanken. Sehr gut entwickelten sich Anleiheemissionen und das Leasing. Die deutsche Wirtschaft hat in Q3 eine technische Rezession knapp vermieden (BIP +0,1% ggü. Vq.). Während es beim privaten Konsum und dem Außenhandel eine Gegenbewegung zum schwachen Vorquartal gab und die Staatsausgaben weiter deutlich zulegten, gingen die Investitionen zurück. Ein kräftiger Lagerabbau reflektierte zudem die Rezession in der Industrie. 2020 dürfte die Wirtschaftsleistung dank einer höheren Zahl an Arbeitstagen um 1% expandieren. [mehr]
19. Dezember 2019
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Im abgelaufenen Jahr haben uns unsere Kunden ungewöhnlich viele Fragen zur deutschen Konjunkturentwicklung, der Zukunft der Groko und natürlich auch zur „Schwarzen Null“ gestellt, aber es kamen auch deutlich mehr grundsätzliche Fragen zu Deutschlands Zukunft vor dem Hintergrund einer wohl dauerhafteren Umkehr des Globalisierungstrends, den Herausforderungen durch die Umweltpolitik, der Zukunft der deutschen Automobilindustrie oder auch, ob Deutschland bei der Digitalisierung und anderen Zukunftstechnologien den Anschluss verloren hat. Wir haben uns deshalb auch mit diesen Themen in dem vorliegenden Bericht beschäftigt. In 2020 könnte sich der Welthandel im Jahresverlauf allmählich stabilisieren und damit könnte auch die Rezession in der deutschen Industrie zu Ende gehen. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften im Jahr 2020 sinken. Die Wachstumsmotoren im Inland, privater und staatlicher Konsum und die Bauinvestitionen, sollten sich aber weiterhin solide entwickeln. Allerdings ist die Beschleunigung der Wachstumsrate von 0,5% im Jahr 2019 auf 1% in 2020 eine fragile Angelegenheit, basiert sie doch vor allem auf einer ungewöhnlich hohen Zahl von Arbeitstagen in 2020. [mehr]
6.7.9