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Schwarz-Grün im Bund – schmerzhafte Kompromisse drohen

8. Juli 2019
Falls es zu vorgezogenen Bundestagswahlen käme, könnte daraus eine schwarz-grüne Koalition resultieren. Angesichts vieler unterschiedlicher Positionen würde ein solches Bündnis von beiden Seiten große Kompromissbereitschaft erfordern. Eine solche Regierung müsste ihren Fokus und die staatlichen Finanzen auf Klimaschutz und Energiewende lenken. Unternehmen und Konsumenten wären mit hohen Kosten konfrontiert. Auch die Finanzpolitik stünde vor einem Dilemma. Ein größerer Teil der Staatsausgaben müsste für Subventionen und die Minderung sozialer Folgen der forcierten Energiewende aufgebracht werden. Bürger und Unternehmen könnten nicht mit nennenswerten Steuersenkungen rechnen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutscher Warenexport, Industrieproduktion, Arbeitsmarkt, Automobilkonjunktur, EZB.) [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

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1. Juli 2020
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Wie tief war der Konjunkturabsturz in Q2? Hochfrequenzdaten zeigen, dass mit der Rückführung der Lockdown-Maßnahmen eine Trendwende in der Wirtschaft stattgefunden hat. Überraschend starke Einzelhandelsumsätze (Mai) haben die Chance erhöht, dass der BIP-Rückgang in Q2 „nur“ einstellig ausgefallen sein könnte. Wir halten bis zu unserem Prognose-Update Anfang August trotz gestiegener Aufwärtsrisiken an der BIP-Prognose von -9% für 2020 fest. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: Öffentliche Finanzen, Welthandel, Reisen in Zeiten von Corona, Arbeitsmarkt, Autoindustrie, die deutsche EU-Präsidentschaft, EZB-Geldpolitik) [mehr]
17. Juni 2020
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Im ersten Quartal dieses Jahres legten die Privathaushalte in Deutschland überraschend wenig Geld zur Seite – ihre Bankeinlagen wuchsen nur um EUR 5,8 Mrd. Im Lockdown-Monat März wurden sogar Guthaben in Höhe von EUR 11,1 Mrd. abgezogen, da die Haushalte aufgrund der Unsicherheit viel Bargeld abhoben. Für das laufende Quartal ist jedoch damit zu rechnen, dass hohe Rücklagen für drohende Einkommensverluste gebildet werden. Das starke Wachstum der Kredite an Privatpersonen hielt in Q1 hingegen noch an und dürfte sich erst mittelfristig abschwächen. [mehr]
12. Juni 2020
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Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im ersten Quartal so stark zugelegt wie zuletzt vor 20 Jahren (EUR +30 Mrd., +5,1% ggü. Vj.). Vor allem in der Industrie wurden Kreditlinien gezogen, die kurzfristigen Kredite schnellten in die Höhe. Auslandsbanken profitierten am meisten. Die zusätzliche Liquidität blieb meist als Einlagen bei den Banken (EUR +49 Mrd. – Rekord für ein Q1). Die Einlagenzinsen brachen noch weiter ein. Auch Anleiheemissionen liefen in Q1 sehr gut. Die Corona-Pandemie stürzt Deutschland 2020 in die tiefste Nachkriegsrezession (BIP: -9% erwartet). Dabei dürften Außenhandel, Investitionen der Unternehmen und privater Konsum gleichermaßen einbrechen. Alle drei Komponenten gingen bereits in Q1 stark zurück. Positive Beiträge vom Bau und den Lagerveränderungen konnten das bei Weitem nicht ausgleichen, sodass die Wirtschaft massiv schrumpfte, um 2,2% ggü. Vq. [mehr]
8. Juni 2020
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Infolge der Corona-Krise könnten kontinentale Wertschöpfungsketten an Bedeutung gewinnen. Mit unserer Netzwerkanalyse stellen wir das globale Handelsnetz vor dem Ausbruch von COVID-19 dar. Wir konzentrieren uns dabei auf 90 Länder, zeigen das globale Handelsnetz zwischen den Ländern und die wichtigsten intrakontinentalen Handelsbeziehungen. Vor allem die Handelsbeziehungen zwischen asiatischen und amerikanischen Ländern könnten bei einer grundlegenden Umgestaltung der globalen Wertschöpfungsketten auf den Prüfstand kommen. [mehr]
4. Juni 2020
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Rund 2,8 Millionen Menschen waren im Mai arbeitslos gemeldet. Auch die Zahl der angemeldeten Kurzarbeiter stieg erneut. Marc Schattenberg fühlt im neuen Podzept dem deutschen Arbeitsmarkt den Puls und gibt Orientierung in unübersichtlicher Zeit. Verschwinden gerade Jobs, die nie wiederkommen? Wie sehr kann Kurzarbeit helfen, die Probleme zu lindern? Und wann dürften wir das Schlimmste überstanden haben? [mehr]
25. Mai 2020
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Sämtliche Exportmärkte für Deutschland sind von der Corona-Krise ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen. Die Exporte nach Großbritannien und Italien könnten im Jahr 2020 um rund 25% gegenüber dem Vorjahr sinken. Auch die Exporte nach Frankreich, Spanien und in den Euroraum insgesamt dürften deutlich schrumpfen. Dagegen könnten die Ausfuhren nach Asien von der Corona-Krise nur in relativ geringem Umfang betroffen sein. Bei den Exporten in die USA wird für das Jahr 2020 verbreitet ein Rückgang um rund 10% erwartet. Doch diese Prognose ist unseres Erachtens mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. [mehr]
22. Mai 2020
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Die Corona-Pandemie und die Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen werden die deutsche Wirtschaft in den größten Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg stürzen. Bis Ende April hatten bereits 751.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Damit könnte sich in nächster Zeit die Zahl der tatsächlich in Kurzarbeit befindlichen Personen auf bis zu 10 Mio. erhöhen. Trotz der umfangreichen Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung, zu denen letztlich auch direkte Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen gehören, wird die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2020 voraussichtlich auf 3 Mio. klettern. Nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen auf den personalintensiven Dienstleistungssektor dürfte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2020 voraussichtlich um gut 1% sinken. [mehr]
13. Mai 2020
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Schwächer als erwartete „harte Daten“ für März und geradezu erschreckende Umfrageergebnisse für April deuten darauf hin, dass die Talsohle der Konjunktur auf einem tieferen Niveau liegen könnte als bisher angenommen. Wir prognostizieren inzwischen für das zweite Quartal eine BIP-Kontraktion um 14% gg. Vq., wobei die Abwärtsrisiken weiterhin überwiegen. Im Jahr 2009 hat der private Konsum in der Rezession als wichtiger Puffer fungiert. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen, der sozialen Distanzierung und der voraussichtlich deutlich sinkenden Einkommenserwartungen dürfte der private Konsum im Jahr 2020 um 10% schrumpfen. Angesichts des weltweit asynchronen Verlaufs der Corona-Pandemie und der anhaltenden Einschränkungen des Welthandels wird die Erholung (die Mitte Mai einsetzen und sich dann in der zweiten Jahreshälfte verstärken sollte) wahrscheinlich nicht so dynamisch sein wie ursprünglich erhofft. Für Deutschland erwarten wir daher in diesem Jahr eine BIP-Kontraktion um 9% und 2021 wieder ein Wachstum von etwa 4%. (Außerdem in dieser Ausgabe enthalten: Öffentliche Finanzen, Verarbeitendes Gewerbe, krisenbedingter Burgfriede in der Politik geht zu Ende) [mehr]
13. Mai 2020
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Bargeld war zu Beginn der Corona-Krise europaweit sehr gefragt, der Euro-Umlauf stieg im März sprunghaft um EUR 36 Mrd. ggü. Vormonat. Knapp die Hälfte davon waren „kleine“ Scheine, mit denen tägliche Einkäufe bezahlt werden. In Deutschland wird beim Einkaufen seit März jedoch häufig kontaktlos gezahlt statt bar. Gründe sind der Wunsch nach Infektionsschutz und die Aufforderung des Handels, unbar zu zahlen. Kontaktlose Kartenzahlungen dürften dauerhaft einen Teil der Barzahlungen ersetzt haben, auch wenn nicht alle bargeldaffinen Kunden ihre Zahlungspräferenzen ändern werden. [mehr]
29. April 2020
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Wegen der Corona-Krise wird die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2020 voraussichtlich um real etwa 10 bis 15% sinken. Gesellschaft und Wirtschaft werden lernen, mit dem Coronavirus zu leben und dabei gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Risiken abzuwägen. 2021 könnte die Industrieproduktion im Jahresdurchschnitt um real mehr als 10% steigen. Doch grundsätzlich sehen wir die Gefahr, dass Deutschlands Attraktivität als Industriestandort in den nächsten Jahren sinkt. Politik und Industrieunternehmen dürften und sollten die Corona-Krise zum Anlass nehmen, politische Weichenstellungen vorzunehmen und Strukturreformen auf den Weg zu bringen. [mehr]
28. April 2020
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Da die finanziellen Mittel des Staates zur Bekämpfung der Corona-Krise begrenzt sind, sollten sie dort eingesetzt werden, wo sie den höchsten Nutzen stiften oder möglichst große Teile der Schäden kompensieren, die durch den staatlich verordneten Lockdown entstehen. Anders als andere Sektoren wie die Gastronomie war und ist die Automobilproduktion in Deutschland nicht vom staatlichen Lockdown betroffen. Auch die Autohäuser haben inzwischen wieder geöffnet. Eine Abwrackprämie für Autos führt zudem zu Vorzieheffekten mit entsprechenden Rückgängen im nächsten Jahr sowie zu Mitnahmeeffekten, von denen vor allem Besserverdiener profitieren. Das wirtschaftliche Wohlergehen der deutschen Autohersteller hängt nur noch bedingt vom Autoabsatz in Deutschland ab. Und schließlich gibt es mit den Subventionen für Elektroautos bereits eine ökologisch ausgerichtete Kaufprämie. [mehr]
28. April 2020
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Hamburgs Wohnungspolitik weist eine ausgewogene Balance zwischen staatlichen und marktwirtschaftlichen Elementen auf. Als Folge einer kräftigen Angebotsausweitung und eines verhaltenen Einwohnerwachstums dürfte die Preisdynamik abebben. Gelingt es der Stadt, den Preis- und Mietzyklus zu beenden, gewinnt Hamburg als Unternehmensstandort an Attraktivität. Dies könnte sich insbesondere vor dem Hintergrund einer höheren Zuwanderung im Nachgang der Corona-Krise positiv auf den Arbeitsmarkt, aber auch die Wirtschaft insgesamt auswirken. [mehr]
7.0.7