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Deutschland-Monitor Baufinanzierung Q2/2017

4. April 2017
Aktuell liegen die 10-jährigen Bundesanleihen bei 0,3%. Deutlich über den Tiefstständen von -0,189% Mitte 2016. Daher stiegen auch die deutschen Hypothekenzinsen jüngst leicht auf 1,6% an (Nov 2016 1,4%). Die Erwartung einer höheren US-Wirtschaftsdynamik nach der Präsidentschaftswahl ließ die Kapitalmarktzinsen kräftig steigen. Da zudem die EZB mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik in den kommenden Monaten beginnen dürfte, könnten die Kapitalmarktzinsen weiter steigen. Deshalb erwarten wir in den kommenden Monaten leicht steigende Hypothekenzinsen. Ende 2017: 1,7% und Ende 2018: 1,9%. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen könnte im Jahr 2017 im aktuellen Zyklus erstmals auf 300.000 ansteigen. Ausgehend von einem Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen pro Jahr würde damit der Nachfrageüberhang trotzdem ansteigen. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

267 (85-96)
6. Juli 2017
85
Kürzlich hat der deutsche Maschinenbau seine Wachstumsprognose für 2017 von real 1% auf 3% verdreifacht. Ein wichtiger Wachstumsmotor ist der Maschinenbaufachzweig Robotik und Automation, der seine Fertigung mit voraussichtlich 7% mehr als doppelt so stark ausweiten dürfte wie die Obergruppe. Für diesen großen Erfolg ist das Megathema Industrie 4.0 ein entscheidender Treiber. Da das Thema in Deutschland und der Welt immer wichtiger wird, bleiben auch die mittelfristigen Perspektiven des Fachzweigs überdurchschnittlich günstig. [mehr]
3. Juli 2017
86
In vielen entwickelten Industrienationen hat sich das Trendwachstum seit Mitte der 70er Jahre deutlich abgeschwächt – so auch in Deutschland. Gegenwärtig überstahlt die dynamische Konjunktur diese schleichende Wachstumsschwäche. In diesem Zusammenhang ist der demografische Wandel für die deutsche Volkswirtschaft von besonderer Bedeutung. Er wird die Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials, des Kapitalstocks und des technischen Wissens dämpfen. Bis 2025 dürfte sich das deutsche Trendwachstum somit nochmals halbieren auf dann nur noch 3/4 %. Daher sind die politischen Entscheidungsträger mehr denn je gefordert, dieser tiefgreifenden Entwicklung Rechnung zu tragen. Die Wahlprogramme und das bisherige Handeln der etablierten Parteien zeigen zu diesem zentralen Thema erwartungsgemäß unterschiedliche Positionen. [mehr]
29. Juni 2017
87
Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen hat im ersten Quartal so stark zugelegt wie seit der Finanzkrise nicht mehr (1,3% ggü. Vq. bzw. 2,2% ggü. Vj.). Allerdings blieb die Dynamik im Geschäft mit der Industrie verhalten, während es im Bau und Handel hervorragend lief. Verbünde und Auslandsbanken schnitten einmal mehr stark ab. Anleiheemissionen legten eine Verschnaufpause ein, Commercial Paper und das Leasing expandierten dagegen stark. Die deutsche Volkswirtschaft ist auch in Q1 robust gewachsen (BIP +0,6% ggü. Vq.), überraschenderweise vor allem getragen vom Außenbeitrag. Aber auch die Binnenkonjunktur setzte ihre positive Entwicklung fort, insbesondere der private Konsum: mit 13 Quartalen mittlerweile längster ununterbrochener Anstieg seit der Wiedervereinigung. Die BIP-Prognose für das Gesamtjahr wurde auf 1,6% angehoben, 2018 bestehen Überhitzungsrisiken. [mehr]
28. Juni 2017
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Deutschland entwickelt sich zum internationalen Vorreiter der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft. Wichtiger Wegbereiter ist eine 2015 gestartete und vom Bundesgesundheitsministerium verantwortete Digitalisierungsoffensive, die im internationalen Vergleich außergewöhnlich umfassend und damit auch besonders ehrgeizig ist. Immerhin werden mittels der digitalen Gesundheitskarte und dem bis dato einzigartigen E-Health-Gesetz (EHG) zeitgleich alle drei Zukunftsfelder der Digitalisierung – eHealth, mHealth und Telemedizin – systematisch erschlossen und entwickelt. [mehr]
21. Juni 2017
89
Die traditionelle Automobilindustrie sowie bislang branchenfremde Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an Software-Lösungen, Fahrassistenzsystemen und anderen Technologien, die ein vernetztes, autonomes, stau- und unfallfreies Fahren ermöglichen sollen. Das „digitale Auto“ in seiner Idealform ist somit keine utopische Zukunftsvision mehr, sondern nimmt allmählich Gestalt an. Der Weg zum „digitalen Auto“ wird allerdings eher einer Evolution statt einer Revolution gleichen. Dafür sprechen Faktoren auf der Angebots- und der Nachfrageseite. Zu nennen sind die langen Entwicklungszeiten in der Branche sowie die Langlebigkeit des Produkts Auto. Ferner dürften sich die seit Jahrzehnten gewachsenen Konsumpräferenzen nur langsam ändern. Es werden noch mehrere Jahrzehnte vergehen, bis das „digitale Auto“ den Pkw-Bestand weitgehend durchdrungen hat; vor 2040 wird dies wohl nicht der Fall sein. [mehr]
6. Juni 2017
90
Deutsches BIP: Weitere Aufwärtsrisiken. Nach dem beeindruckenden BIP-Wachstum von 0,6 % gegen Vorquartal in Q1 deuten weiche Indikatoren (ifo, PMI) auf keinerlei Verlangsamung hin. Die Beschäftigung ist in 2017 bis dato ähnlich stark wie in 2016 gestiegen. Damit könnte unsere Prognose einer Zunahme des privaten Verbrauchs um 1% in 2017 zu vorsichtig sein. Im Winterhalbjahr haben sich die Ausfuhren zusammen mit dem Welthandel erholt. Allerdings gibt es Anzeichen, dass die Dynamik des Welthandels ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Zusammen mit den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten dürfte das moderate Exportwachstum die Investitionstätigkeit dämpfen. Nach der Bekanntgabe des Wachstums von 0,6% für Q1 haben wir unsere Prognose für 2017 von 1,0% auf 1,3% angehoben. Jüngste Umfragen deuten weitere Aufwärtsrisiken an. In 2018 könnte die deutsche Konjunktur überhitzen. (Weitere Themen dieser Ausgabe: Deutsche Industrieproduktion; Unternehmensfinanzierung in Q1 – Kreditvergabe; Konjunktur in der Eurozone; EZB-Politik) [mehr]
27. April 2017
91
Der Diesel-Skandal sowie politische Unsicherheiten über die künftige Regulierung sind maßgeblich dafür, dass der Anteil von Diesel-Autos an den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland und in den meisten anderen EU-Ländern zuletzt deutlich gesunken ist. Will die Automobilindustrie weiter auf die Diesel-Technologie setzen, muss sie die Schadstoffproblematik auch im realen Fahrbetrieb glaubhaft in den Griff bekommen. Gelingt dies nicht, dürfte der Gesetzgeber die regulatorischen Rahmenbedingungen für Diesel-Autos Schritt für Schritt verschlechtern. Schafft es die Branche jedoch, saubere Diesel-Pkw zu wirtschaftlich vertretbaren Preisen auf den Markt zu bringen, werden diese Autos für einen großen Teil der Autofahrer solange lukrativ sein, bis alternative Antriebstechnologien aus Sicht des Kunden wettbewerbsfähig sind. Der aktuelle Abgesang auf die Diesel-Technologie käme dann zu früh. [mehr]
21. April 2017
92
Im aufziehenden Bundestagswahlkampf streiten viele Sozialpolitiker für armutsfeste gesetzliche Renten. Kritik entzündet sich dabei primär am sinkenden Rentenniveau, das immer mehr Ältere in die Armut treibe. Die Protagonisten fordern deswegen eine neue, höhere Haltelinie für das Rentenniveau. Zudem plädieren viele dafür, die Renten langjährig versicherter Geringverdiener aufzustocken. Altersarmut ist aber kein aktuelles Problem. Und auch für die Zukunft gehen die Forderungen fehl. [mehr]
7. April 2017
93
Öffentliche Investitionen: Mehr in der Pipeline. In der internationalen Debatte werden öffentliche Investitionen vielfach als nützlicher Hebel für eine höhere Binnennachfrage gesehen. Trotz internationaler Kritik und politischer Willensbekundung sind die öffentlichen Investitionen in Deutschland in den letzten zwei Jahren nur moderat gestiegen. In den kommenden Jahren dürften die öffentlichen Investitionen jedoch spürbar zulegen. [mehr]
10. März 2017
94
„Zeit für mehr Gerechtigkeit“ heißt das Schlagwort, mit dem die SPD und ihr Spitzenkandidat Martin Schulz in den Wahlkampf ziehen. Für die Arbeitsmarktpolitik präsentierten der Kanzlerkandidat und Bundesarbeitsministerin Nahles kürzlich erste konkrete Pläne dazu. Sie wollen das Arbeitslosengeld I um eine neue Komponente erweitern sowie den Zugang zu den Lohnersatzleistungen erleichtern. Mit dem neuen Arbeitslosengeld Q sollen Bezieher/innen von Arbeitslosengeld I einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung erhalten. Damit kann sich für jüngere Berechtigte die Bezugsdauer um bis zu 12 Monate und für ältere ab 58 sogar um 24 Monate auf zwei bzw. sogar vier Jahre verdoppeln. Um das Arbeitslosengeld für Personen mit unstetiger Erwerbstätigkeit besser zugänglich zu machen, soll zudem die so genannte Rahmenfrist verlängert werden. Unter 50-jährige Antragsteller, zum Beispiel, könnten demzufolge die erforderliche Mindestbeitragszeit von (in ihrem Fall) 12 Monaten innerhalb von drei statt bislang zwei Jahren vor Antragstellung erwerben. [mehr]
8. März 2017
95
Auf den ersten Blick scheint das anziehende BIP-Wachstum zum Jahresende 2016 (Q4: +0,4% gg. Vq.; zuvor: +0,1%) konsistent mit den angestiegenen Konjunkturindikatoren. Allerdings zeigt die Zusammensetzung des BIP-Wachstums eine eher schwächere zugrundeliegende Dynamik. Wir behalten deshalb unsere unter dem Konsens liegende BIP-Prognose von 1,1% für das Jahr 2017 bei. Unsere Inflationsprognose für 2017 heben wir insgesamt minimal an auf 1,7% von 1,6% nach nur 0,5% in 2016. Dabei erwarten wir die Kerninflation in 2017 weiter bei gut 1%. Sollten sich die Anzeichen für den globalen Preisauftrieb bestätigen, könnte die Kerninflation aber deutlicher zulegen, insbesondere wenn in 2018 anziehende Preise Zweitrundeneffekte bei den Lohnverhandlungen nach sich ziehen sollten. Wir erwarten weiterhin, dass die EZB erst im September Aussagen zum „Tapering“ treffen wird, die dann ab Januar 2018 umgesetzt werden. Von der Pressekonferenz erwarten wir Hinweise in Richtung eines langsamen und graduellen Übergangs zu einer weniger expansiven Geldpolitik. [mehr]
1. März 2017
96
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige verlief im vierten Quartal sehr unterschiedlich: Während es im Geschäft mit der Industrie einen Einbruch gab, beschleunigte sich der Aufschwung bei den Krediten an Dienstleister nochmals. Unter dem Strich stand ein moderates Plus von 0,3% ggü. Vq. bzw. 2% ggü. Vj., wovon in Q4 überraschend stark die Auslandsbanken und Landesbanken profitierten. Anleiheemissionen und das Leasing verzeichneten im Gesamtjahr neue Rekorde, Aktienemissionen dagegen einen neuen historischen Tiefstand. Die deutsche Volkswirtschaft ist in Q4 solide gewachsen (BIP +0,4% ggü. Vq.). Gut schnitten vor allem die Bauinvestitionen und der staatliche Konsum ab, einen negativen Beitrag leisteten hingegen erneut der Außenhandel und die Unternehmensinvestitionen. Im Gesamtjahr expandierte das BIP damit um 1,9%; 2017 dürfte die Wirtschaft auch aufgrund höherer Energiepreise und der hohen globalen politischen Unsicherheit einen Gang zurückschalten (Prognose: +1,1%). [mehr]
2.4.6