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CO2-Steuer: Besser als der Status quo, aber nicht optimal

14. Mai 2019
Eine CO₂-Steuer wäre aus ökologischer und ökonomischer Sicht dem bisherigen klimapolitischen Sammelsurium aus Subventionen und Ordnungsrecht (Gebote, Verbote, Grenzwerte, Quoten usw.) überlegen. Der entscheidende Nachteil einer CO₂-Steuer liegt darin, dass sie zwar den Preis für CO₂ festsetzt, aber keine Obergrenze für Emissionen umfasst. Hier ist der Emissionshandel einer CO₂-Steuer überlegen. Trotz der überzeugenden Vorteile marktwirtschaftlicher Instrumente ist zu befürchten, dass eine grundsätzliche Neuausrichtung der Klimaschutzpolitik in Deutschland und der EU ausbleiben wird. Stattdessen dürften bestehende Instrumente immer dann angepasst werden, wenn negative Begleiterscheinungen zu offensichtlich werden. In Summe bleibt die Klimaschutzpolitik damit weniger effektiv als möglich und teurer als nötig. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

250 (109-120)
12. Mai 2016
109
Deutschlands Auslandsvermögen und -schulden nehmen weder in Relation zur Wirtschaftskraft noch von ihrer jeweiligen Struktur her eine internationale Sonderstellung ein. Zwar ist die Nettoauslandsposition sehr groß, aber sie ist immer noch geringer als in dem ebenfalls mit dem demografischen Wandel konfrontierten Japan und den Niederlanden. Das Auslandsvermögen stellte eine lohnende Anlage dar. Seit 2004 betrug die durchschnittliche Rendite auf das Auslandsvermögen 3,2% und übertraf damit konsistent die gezahlte Rendite auf die Auslandsschulden (2,7%). Dies gilt über Anlageklassen hinweg. Insbesondere Direktinvestitionen trugen dank hoher Renditen stabil zur Gesamtrendite bei. Weiteres Thema in dieser Ausgabe: Gedämpftes Welthandelswachstum hält an. [mehr]
5. April 2016
110
Gemäß unseren und Konsensus-Erwartungen wird Deutschland voraussichtlich 4 Jahre (2014-2017) ein BIP-Wachstum über der Potentialrate und innerhalb einer extrem engen Bandbreite von 1,5% bis 1,7% verzeichnen. Falls doch eine Konjunkturwende ansteht, scheint eine Abwärtsbewegung wahrscheinlicher als eine Beschleunigung. Der tiefe Ölpreiseinbruch, der die Wirtschaft der Ölproduzenten erheblich unter Druck setzt, dämpft auch 2016 das deutsche Exportwachstum, selbst wenn der Gesamteffekt niedriger Ölpreise für die deutsche Konjunktur positiv ist. Die Wohnbauinvestitionen stiegen in den letzten Jahren nur träge an. Die wichtigsten Gründe sind ein Mangel an Bauland, gestiegene regulatorische Hürden, hohe Baukosten und ein Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft. [mehr]
17. März 2016
111
Nein? Dann lohnt sich vielleicht ein Blick auf die digitale Technologie und deren Einsatzpotenziale. Die Blockchain ist neben selbstlernenden Algorithmen oder den Anfängen kognitiver Systeme sicherlich ein Beispiel digitaler Technologien, die bewährte Geschäftsmodelle nicht nur in Frage, sondern bereits auch schon auf den Kopf stellen. Sie mag zwar ihre Ursprünge im Finanzbereich haben, zeigt aber nach und nach ein universelles Anwendungsspektrum auch außerhalb der Fintech-Welt. Wer mit digitalen Technologien experimentiert, stellt schnell fest, dass sie häufig bestehende Geschäftsmodelle, Prozesse oder Infrastrukturen spürbar effizienter machen und somit zu Produktivitätserhöhungen führen; so auch die Blockchain. Daher ist es für viele Entscheidungsträger (nicht nur) im Finanzsektor ratsam, die Entwicklungen und vor allem die derzeit laufenden diversen Experimente mit der Blockchain auf dem Radar zu behalten. Idealerweise tüfteln sie selbst an diversen Projekten und Piloten, um eigene Ideen aktiv einzubringen und umzusetzen. [mehr]
15. März 2016
112
2015 sanken die deutschen Warenausfuhren in die Ölstaaten um 7,4%; dies war der dritte Rückgang in Folge. Steigende Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate (vor allem Flugzeuge) sowie nach Saudi-Arabien verhinderten ein noch schlechteres Ergebnis. Aufgrund der vorerst niedrigen Ölpreise dürften die deutschen Ausfuhren in die Ölstaaten auch 2016 sinken. Unser Exportindikator deutet auf einen Rückgang in der Größenordnung von 5% hin. Unter den großen deutschen Industriesektoren dürfte der Maschinenbau – wie schon 2015 – am stärksten unter der sinkenden Nachfrage aus den Ölstaaten leiden. Insgesamt wird die Bedeutung der Ölstaaten als Absatzmarkt für die deutsche Industrie 2016 weiter an Bedeutung verlieren. [mehr]
11. März 2016
113
Mit 1,8% Zinsen im Jahresdurchschnitt (5-10 jährige Zinsbindung) war Baugeld 2015 außergewöhnlich günstig. Zum Jahresstart verharrten die Bauzinsen bei 1,8%. Aufgrund der weiterhin sehr lockeren Geldpolitik der EZB dürfte Baugeld auch im Frühjahr günstig bleiben. 2015 legte die Zahl der Baugenehmigungen erneut zu: In den ersten elf Monaten wurden rund 276.000 Baugenehmigungen erteilt, was einem Zuwachs von rund 6% entspricht. Auch angesichts weiterer positiver Frühindikatoren könnte 2016 zudem die 300.000er Marke bei den Fertigstellungen „geknackt“ werden – erstmals seit mehr als 15 Jahren. [mehr]
8. März 2016
114
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige legte zum Jahresende 2015 einen starken Schlussspurt hin. Im Gesamtjahr ergab sich damit ein Plus von 1,4%. Gut lief in Q4 insbesondere das Geschäft mit der Autoindustrie und den unternehmensnahen Dienstleistern, wovon v.a. Auslands- und Genossenschaftsbanken sowie Sparkassen profitierten. Die Kreditnachfrage stieg dank niedrigerer Zinsen an, doch auch das Einlagenvolumen kletterte auf einen Rekordwert. Bei den Finanzierungsalternativen enttäuschten die Anleiheemissionen erneut. Die deutsche Volkswirtschaft setzte ihren Wachstumskurs auch zum Jahresabschluss unverändert fort (BIP +0,3% ggü. Vq.). Zwar dämpften rückläufige Unternehmensinvestitionen und der Außenhandel angesichts des ersten Exportrückgangs seit 2012. Ein starker privater und staatlicher Konsum sowie anziehende Bauinvestitionen überwogen jedoch. Weder an den Wachstumstreibern noch am -tempo (+1,7% ggü. Vj.) dürfte sich in diesem Jahr viel ändern. [mehr]
3. März 2016
115
Während die deutschen Exporteure 2015 trotz des schwierigen Umfelds noch Weltmarktanteile hinzugewannen, stand der Start ins Jahr 2016 unter keinem guten Stern. Unser „Exportindikator“, der sich aus dem Nachfrage- und dem Wechselkursimpuls zusammensetzt, zeigt, dass die deutschen Exporte 2016 doppelt unter Beschuss stehen dürften. Die ungünstigere Konstellation beim Nachfrage- und insb. beim Preisimpuls dürfte 2016 nur noch für ein Exportwachstum von 3% sorgen. Der Blick auf einzelne Industriesektoren zeigt, dass die gesamtwirtschaftlichen Impulse durch branchenspezifische Faktoren überkompensiert werden können. Insgesamt wird das Exportjahr 2016 für die deutsche Industrie herausfordernd. Weitere Themen: Hauspreise in Deutschland, BIP-Wachstum und Geldpolitik der EZB. [mehr]
16. Februar 2016
116
Die Industrieproduktion in Deutschland nahm 2015 um real 1,1% zu. Etwas mehr als die Hälfte dieses Zuwachses ist darauf zurückzuführen, dass das Jahr 2015 mehr Arbeitstage hatte als 2014. Unter den großen Industriebranchen verzeichneten die Pharmaindustrie (+4,3%) sowie die Automobilindustrie (+2,6%) die höchsten Wachstumsraten. Der Maschinenbau sowie die Chemieindustrie erlitten im letzten Jahr dagegen Produktionsrückgänge von 1,1% bzw. 0,4%. Uneinheitliche Signale bestimmen derzeit den Ausblick auf 2016. Beispielsweise stehen der Wachstumsverlangsamung in wichtigen Absatzmärkten eine recht hohe Kapazitätsauslastung der Industrie zu Jahresbeginn sowie eine tendenziell positive Entwicklung bei den Kernaufträgen gegenüber. Insgesamt bestätigen wir unsere Prognose, dass die Industrieproduktion in Deutschland 2016 kaum mehr als stagnieren wird. Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken in der Welt sowie der Turbulenzen an den Finanz- und Rohstoffmärkten bleibt jedoch ein gewisses Störgefühl dahingehend, dass das Produktionsergebnis der Industrie in Deutschland im laufenden Jahr auch schlechter ausfallen könnte. [mehr]
2. Februar 2016
117
Die Nachfrage nach Elektroautos ist in Deutschland nach wie vor gering. Ihr Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen lag 2015 unter 1%. Es mehren sich derzeit die Stimmen in der Politik, die Nachfrage mit Hilfe von Kaufprämien zu stimulieren. Fallen diese ausreichend hoch aus, würde der Marktanteil von Elektroautos tatsächlich schneller steigen als bislang. Gleichwohl spricht eine Reihe von ökonomischen, ordnungs- und auch sozialpolitischen Gründen gegen Kaufprämien. Wir plädieren weiterhin für eine Integration des Straßenverkehrs in den EU-Emissionshandel, um die CO<sub>2</sub>-Emissionen des Sektors zu begrenzen. [mehr]
28. Januar 2016
118
Nach drei Jahren mit hoher BIP-Prognose-Genauigkeit lagen wir 2015 ein ganzes Stück daneben. Die Diskrepanz kann größtenteils mit unseren Annahmen zur Ölpreisentwicklung, dem US-Dollar und dem Ausmaß des Flüchtlingsandrangs erklärt werden. Aber auch ein ungünstiges Timing der Erstellung unserer 2015er Prognose, kurz vor massiven Dollar- und Ölpreiskorrekturen, trug zu der erheblichen Abweichung bei. Die Faktoren mit den größten Unwägbarkeiten im letzten Jahr dürften auch dieses Jahr die größten Prognose-Risiken darstellen. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Lohnrunde 2016 und EZB-Politik. [mehr]
28. Januar 2016
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Die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs vor gut drei Jahren ist als Erfolg zu werten. Seither ist die Zahl der Fahrgäste von weniger als 3 Mio. auf über 20 Mio. gestiegen. Weiteres Wachstum ist zu erwarten. Das neue Angebot bedeutet mehr Wahlfreiheit für die Bürger. Das gerade in preislicher Hinsicht attraktive Angebot der Fernbusbetreiber strahlt auf die Leistungen und die Preisgestaltung der anderen Verkehrsträger aus. Zwar dürfte sich die Zahl der Anbieter in diesem Verkehrssegment künftig weiter verringern. Die niedrigen Marktzutrittsbarrieren sollten jedoch dauerhaft preisdämpfend wirken. [mehr]
5. Januar 2016
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Der digitale Strukturwandel zeigt einen ökonomisch wertvollen Effekt: Das sich beschleunigende Erscheinen neuer Technologien. Freilich befinden sich viele dieser Technologien noch in den Kinderschuhen, besitzen teils auch eher visionären Status, bergen aber durchaus ungeahntes und lukratives Potenzial. Insbesondere bei den großen Internetplattformen ist der Wettstreit um digitale Technologien und den damit einhergehenden Monetarisierungsstrategien längst entfacht. Künftig werden digitale Technologien ihren Weg aber auch in traditionelle Unternehmen finden und sich dort Schritt für Schritt zum komparativen Wettbewerbsvorteil entfalten. Das birgt Vor- und Nachteile, über deren Auswirkungen wir jetzt zwingend diskutieren sollten. [mehr]
1.11.0