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Kapitalmarktunion: Ambitioniertes Ziel, aber kaum schnelle Erfolge

8. Februar 2016
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Die Schaffung einer europäischen Kapitalmarktunion (CMU) zielt darauf ab, einen einheitlichen Binnenmarkt für Kapital zu schaffen, um die Finanzierung der Realwirtschaft durch Banken zu ergänzen. Diese Studie unternimmt eine quantitative Analyse der europäischen Aktien-, Anleihe- und Verbriefungsmärkte, um das Potenzial der CMU zu eruieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Liquiditäts- und IPO-Trends an den europäischen Aktienmärkten ähnlich zu denen in den USA sind. Die Marktintegration in Europa hat sich jedoch in den letzten Jahren verlangsamt – hier könnte die CMU durch eine Harmonisierung der Unternehmens-, Wertpapier- und Insolvenzgesetzgebung entgegenwirken. Die europäischen Märkte für Unternehmensanleihen sind zu einer relevanten Alternative zur Kreditvergabe der Banken geworden, die Investorenbasis ist aber weiterhin begrenzt. Hier sollte die CMU ansetzen. Der europäische Verbriefungsmarkt konnte selbst während der Finanz- und Schuldenkrise eine gute Performance vorweisen und seine Wiederbelebung ist Voraussetzung dafür, dass auch die Kreditvergabe, besonders an kleine und mittelständische Unternehmen, wieder in Schwung kommt. Die CMU sollte deshalb eine weniger drastische Regulierung dieses Marktsegments anstreben. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Europa"

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24. Mai 2016
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Im September 2015 stellte die Europäische Kommission ihren Aktionsplan zur Schaffung einer Kapitalmarktunion vor, um stärkere und integriertere Kapitalmärkte in der EU zu fördern und die Bankfinanzierung besser zu ergänzen. Die Schaffung stärkerer und liquiderer Aktienmärkte spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle und ist gleichzeitig eine Voraussetzung dafür, dass die europäischen Finanzplätze im globalen Wettbewerb wieder an Bedeutung gewinnen. In der Tat ist die Zahl der eigenständig operierenden Börsen in der EU erstaunlich hoch, besonders in den ost- und südosteuropäischen Ländern. Außerdem konzentriert sich die Marktkapitalisierung auf eine Handvoll von Börsen und ist in den kleineren Märkten üblicherweise auch relativ zur Größe der Volkswirtschaft geringer. [mehr]
9. Mai 2016
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Die Finanzkrise hat Förderbanken wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Sie sind Teil des wirtschaftspolitischen Instrumentariums, um zyklische und strukturelle Schwierigkeiten in Volkswirtschaften zu überwinden, und ergänzen Finanzsysteme, indem sie deren Funktions- und Widerstandsfähigkeit erhöhen. Besonders in Europa hat zuletzt das Interesse an Förderbanken als Instrument zur Steigerung von Wachstum und Investitionen zugenommen. Angesichts des ökonomischen Umfelds und der Veränderungen auf den europäischen Banken- und Finanzmärkten dürften Förderbanken auch in den kommenden Jahren weiter eine wichtige Rolle spielen. Allerdings verlagert sich ihr Fokus von Krisenbewältigung (zurück) zur Unterstützung struktureller Veränderungsprozesse in Volkswirtschaften. Hierbei können Förderbanken eine nützliche flankierende Rolle spielen, indem sie Marktversagen adressieren. Risiken sind eine mögliche “Über(be)lastung” von Förderbanken sowie überzogene Erwartungen an deren Leistungsfähigkeit. [mehr]
4. April 2016
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Der Anteil der Diesel-Autos an den Pkw-Neuzulassungen sank im letzten Jahr in der EU-15 um 1,5%-Punkte auf gut 52%. Dies war der vierte Rückgang in Folge. Besonders stark nahm der Diesel-Anteil in Frankreich ab, wo die Regierung den Steuervorteil von Diesel gegenüber Benzin verringern will. In Deutschland nahm der Diesel-Anteil im letzten Jahr dagegen leicht zu. Maßgeblich hierfür war u.a. der hohe Anteil an gewerblichen Neuzulassungen. In den nächsten Jahren rechnen wir mit einem weiteren Rückgang des Diesel-Anteils im europäischen Automarkt. Höhere Kosten für die Diesel-Technologie spielen dabei eine Rolle. Allerdings bleiben gerade für Vielfahrer der geringere Verbrauch und die hohe Reichweite von Diesel-Pkw sowie die niedrigeren Diesel-Preise als wichtige Kaufargumente erhalten. Sofern gravierende staatliche Belastungen für den Diesel-Pkw ausbleiben, ist ein regelrechter Einbruch des Diesel-Anteils im europäischen Automarkt also unwahrscheinlich. [mehr]
17. März 2016
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Trotz Gegenwinds in Form schwachen Wirtschaftswachstums, niedriger Zinsen und strengerer Regulierung hält die Erholung der europäischen Banken an. 2015 ist das Kerngeschäft der Banken mit dem Privatsektor auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, sind die Erträge gestiegen und die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle erneut zurückgegangen. Die Branche ist profitabler und widerstandsfähiger geworden. Die europäischen Banken stehen weiter vor vielen Herausforderungen, aber sie sind eindeutig auf dem richtigen Weg (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
12. Februar 2016
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2014 hat sich die Anzahl der bargeldlosen Zahlungen im Euroraum laut Angaben der EZB erstmals nicht erhöht. Die Zahl der Transaktionen blieb mit 68 Mrd. unverändert. Dies ist jedoch auf eine Anpassung der statistischen Erfassungsmethode zurückzuführen, die zu einem Bruch in zahlreichen Datenreihen führte. Bereinigt um diesen Effekt war tatsächlich eine starke Entwicklung des Marktes zu verzeichnen: die bargeldlosen Zahlungen stiegen um ca. 7% gg. Vj. bzw. knapp 5 Mrd. Transaktionen. Dieser Zuwachs liegt sogar im oberen Bereich der Wachstumsraten der letzten Jahre. [mehr]
8. Februar 2016
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Mit den kürzlich präsentierten Vorschlägen zur Gestaltung der künftigen Beziehungen der Europäischen Union mit Großbritannien hat der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, eine vernünftige Basis für die dazu im Rat anstehenden Verhandlungen geschaffen. Insbesondere die vorgeschlagenen Restriktionen beim Zugang von EU-Bürgern zu Sozialleistungen in Partnerländern, mit denen der Präsident Großbritanniens Wunsch nach Schutz seiner Sozialsysteme beantwortet, dürften weithin beachtet und aus unterschiedlichem Blickwinkel bewertet werden. Einerseits könnten die Maßnahmen helfen, den oftmals beklagten „Sozialtourismus“ in der EU einzudämmen. Andererseits droht der als Notbremse apostrophierte Kernvorschlag, wonach Mitgliedstaaten zugewanderten Arbeitskräften Sozialleistungen für maximal vier Jahre verwehren können, ein wichtiges Element des Europäischen Binnenmarktes, das Verbot der Diskriminierung von Arbeitskräften aus Gründen der Nationalität, zu schwächen. [mehr]
18. Dezember 2015
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Kurz vor Beginn des neuen Jahres 2016 sieht der Ausblick für die europäische Bankenbranche so gut aus wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Das Geschäft wächst in vielen Bereichen und Regionen wieder, wenn auch nur mäßig. Trotz anhaltenden Drucks auf die Zinsmarge steigen die Gesamterträge. Die Kreditverluste sinken und die Gewinne dürften 2015 den höchsten Stand seit 2007 erreichen. Die beiden wichtigsten offenen Fragen sind nun a) in welche Richtung sich die Regulierung weiterentwickeln wird (eine nochmalige wesentliche Verschärfung könnte paradoxerweise die gerade mühsam erarbeitete Stabilität wieder aufs Spiel setzen) und b) wie die europäische und die Weltwirtschaft 2016 abschneiden wird (die in den letzten Jahren den Erwartungen wiederholt nicht gerecht werden konnte) (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
1. Dezember 2015
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Die Qualität des unternehmerischen Umfelds ist ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. „Gute Regeln“ sichern funktionsfähige Märkte, erhöhen Effizienz und stärken Anreize für unternehmerisches Handeln. Die Qualität des unternehmerischen Umfelds wirkt auf Geschäftstätigkeit und -erfolg von Firmen, beeinflusst aber auch Wettbewerbsfähigkeit, die Attraktivität für Investitionen und damit letztlich Wachstum(sperspektiven) für Volkswirtschaften. [mehr]
16. September 2015
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Die Reform der Einlagensicherungssysteme (ESS) in der EU verfolgt einen graduellen Ansatz. Während die jüngste Reform einheitliche Regeln für die Finanzierung nationaler Systeme etablierte, bleiben die Fonds separat. Zuletzt hat die Diskussion über die Zukunft der ESS sich jedoch wieder belebt. Vor allem der Bericht der fünf Präsidenten zur Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion brachte das Thema zurück auf die Agenda und identifizierte die Einlagensicherung als einen der Bereiche der Bankenunion, die noch der Vervollständigung harren. Auch bettete der Bericht die Zukunft der ESS in die breitere Reformdebatte ein. Obwohl eine gemeinsame europäische Einlagensicherung eine eher langfristige Option scheint, sind mehrere Vorschläge zur kurz- und mittelfristigen Ergänzung der ESS momentan in der Diskussion. Sie zielen darauf ab, die Finanzierungskapazität der nationalen ESS zu stärken. Zu den Ideen zählen u.a. a) die Stärkung des ESS-Netzes und der Möglichkeiten zur bilateralen Kreditvergabe, b) die Schaffung eines Rückversicherungssystems und c) der Zugang der nationalen ESS zu einem gemeinsamen staatlichen Rettungsschirm. [mehr]
21. August 2015
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Nach buchstäblich sieben mageren Jahren ist die Erholung der europäischen Bankenbranche von der Finanzkrise mittlerweile in vollem Gange. Die Gewinne liegen auf dem höchsten Stand seit 2007, die Erträge steigen durch die Bank weg (auch aufgrund günstiger Wechselkursentwicklungen) und die Kreditverluste gehen zurück. Auch die Bilanzsummen der Banken wachsen. Die Kapitalquoten sind im Durchschnitt deutlich höher als die Anforderungen unter Basel III. Allerdings hat die Unsicherheit angesichts möglicher weiterer regulatorischer Verschärfungen („Basel IV“) zuletzt zugenommen (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
23. Juli 2015
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Die Geldmarktfonds im Euroraum weisen nach langer Durststrecke wieder Wachstum auf, wie aus den jüngsten Daten der EZB hervorgeht. Im März 2015 verwalteten sie Vermögenswerte in Höhe von EUR 1.032 Mrd., was einem Anstieg von EUR 120 Mrd. gg. Vj. entspricht. Ein ähnlich hoher Anstieg des verwalteten Vermögens wurde zuletzt vor der Finanzkrise verzeichnet, welche den Beginn eines lange andauernden Rückgangs markierte. Erstaunlicherweise setzte der Aufwärtstrend ein, während die Geldmarktrenditen Rekordtiefstände erreichten, besonders für den Euro. Was also sind die Gründe für das Wachstum der Geldmarktfonds? [mehr]
15. Juli 2015
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Im März 2015 verpflichteten sich die EU Staats- und Regierungschefs zum Aufbau der Europäischen Energieunion. Das Bekenntnis zu einer künftig noch stärkeren Zusammenarbeit bei Energie- und Klimafragen ist grundsätzlich ein Fortschritt, auch wenn der entscheidende Impuls hierfür großen Sorgen um mögliche Gaslieferunterbrechungen infolge des Ukraine-Russland-Konflikts geschuldet ist. Die derzeitige Diskussion deutet ebenso darauf hin, dass die Energieunion den Fokus zunächst vorrangig auf die weitere Verbesserung der Erdgasversorgung im östlichen Europa legen dürfte. Die Weiterentwicklung der Infrastrukturen und Märkte der leitungsgebundenen Energien dürften gleichfalls absehbare Zielgebiete werden. Dagegen dürften konfliktträchtige Themen wie der Atomausstieg in Deutschland oder die länderspezifischen Förderprogramme rund um erneuerbare Energien anfangs eher (noch) nicht zum Zielgebiet zählen. Damit wird wohl insgesamt eine Politik der kleineren Schritte verfolgt werden, also keineswegs ein schneller und radikaler Umbau der gesamten europäischen Energiewirtschaft. [mehr]
2.3.3