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  4. Josef Auer
30 (13-24)
28. Juni 2017
13
Deutschland entwickelt sich zum internationalen Vorreiter der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft. Wichtiger Wegbereiter ist eine 2015 gestartete und vom Bundesgesundheitsministerium verantwortete Digitalisierungsoffensive, die im internationalen Vergleich außergewöhnlich umfassend und damit auch besonders ehrgeizig ist. Immerhin werden mittels der digitalen Gesundheitskarte und dem bis dato einzigartigen E-Health-Gesetz (EHG) zeitgleich alle drei Zukunftsfelder der Digitalisierung – eHealth, mHealth und Telemedizin – systematisch erschlossen und entwickelt. [mehr]
28. Oktober 2016
14
Das deutsche Lohnwachstum verlangsamte sich im ersten Halbjahr 2016 und einige Faktoren dürften auch einer Erholung im Jahr 2017 im Weg stehen. Aufgrund eines Mismatches von Qualifikationen sowie erheblichen Immigrationsströmen hat der Arbeitskräftemangel nur begrenzt Auswirkungen. Ein höherer Reallohnzuwachs hat die Lohnstückkosten hochgetrieben und die Rentabilität von Unternehmen belastet, welche außerdem durch geringes Produktivitätswachstum geschwächt sind. Zurückhaltende Tarifabschlüsse in 2016 sehen lediglich ein durchschnittliches Lohnwachstum von 2% für 2017 vor. Trotz des Anstiegs des gesetzlichen Mindestlohns um 4% dürfte die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung nur um 2 ½% ansteigen. Im nächsten Jahr dürfte das Wachstumstempo bei der Industrieproduktion in Deutschland nach unserer Prognose auf real 0,5% sinken. Hinsichtlich der Produktion der großen deutschen Industriebranchen erwarten wir für 2017 keine größeren Ausreißer. Ebenfalls in dieser Ausgabe: „EZB: Entschieden wird im Dezember.“ [mehr]
17. Juni 2016
15
Auf den ersten Blick kann das Gießen von Metallen wenig Neues bieten. Immerhin sind erste metallurgische Verfahren zur Gewinnung und Bearbeitung von Gold und Kupfer bereits seit 7.000 Jahren bekannt. Zwar nur halb so alt, also etwa 3.500 Jahre, sind die ersten Techniken zur Eisen- und Stahlfertigung; aber freilich ebenfalls hochbetagt. Wer so viele Jahre „auf dem Buckel“ hat, dem wird in der modernen Zeit, die jenseits von Internet und Cloud Computing vieles als antiquiert und damit wenig spannend erachtet, kaum Interesse entgegengebracht. Diese Studie zeigt, welche Möglichkeiten die heimischen Gießereien in Zukunft in Hinblick auf den digitalen Wandel, erneuerbare Energien und Industrie 4.0 haben. [mehr]
10. November 2015
16
Die Industrieproduktion in Deutschland dürfte 2015 real um rd. 0,5% steigen. Für 2016 rechnen wir in etwa mit einer „schwarzen Null“. Damit würde sich die seit 2012 anhaltende Phase mit relativ geringen konjunkturellen Ausschlägen bei der Industrieproduktion fortsetzen. Die in den letzten Monaten recht stabile Entwicklung der Erzeugerpreise spricht ebenfalls für eine ruhige Industriekonjunktur. Unsere Prognose zur Industrieproduktion impliziert, dass der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung 2015 und 2016 sinkt. [mehr]
7. Oktober 2015
17
Der deutsche Maschinenbau durchlebt derzeit eine Stagnationsphase. Der heimische Maschinenbau erlitt im Zuge der globalen Wirtschaftskrise 2008/09 einen Fertigungseinbruch (2009: real -26%). 2010 und 2011 folgten zweistellige Produktionszuwächse. Seitdem geht es mit der eigentlich recht zyklischen Industriebranche nur noch seitwärts. Anfang 2015 überwog unter den deutschen Maschinenbauern noch der Optimismus. Infolge der allmählichen globalen Wachstumseintrübung blieb die Entwicklung der Aufträge 2015 allerdings hinter den hohen Erwartungen zurück. Die Fertigung wird deshalb nach unserer Prognose auch 2015 nicht wachsen. Das Produktionsergebnis in einzelnen Sparten des Maschinenbaus fällt jedoch durchaus unterschiedlich aus. [mehr]
15. Juli 2015
Region:
18
Im März 2015 verpflichteten sich die EU Staats- und Regierungschefs zum Aufbau der Europäischen Energieunion. Das Bekenntnis zu einer künftig noch stärkeren Zusammenarbeit bei Energie- und Klimafragen ist grundsätzlich ein Fortschritt, auch wenn der entscheidende Impuls hierfür großen Sorgen um mögliche Gaslieferunterbrechungen infolge des Ukraine-Russland-Konflikts geschuldet ist. Die derzeitige Diskussion deutet ebenso darauf hin, dass die Energieunion den Fokus zunächst vorrangig auf die weitere Verbesserung der Erdgasversorgung im östlichen Europa legen dürfte. Die Weiterentwicklung der Infrastrukturen und Märkte der leitungsgebundenen Energien dürften gleichfalls absehbare Zielgebiete werden. Dagegen dürften konfliktträchtige Themen wie der Atomausstieg in Deutschland oder die länderspezifischen Förderprogramme rund um erneuerbare Energien anfangs eher (noch) nicht zum Zielgebiet zählen. Damit wird wohl insgesamt eine Politik der kleineren Schritte verfolgt werden, also keineswegs ein schneller und radikaler Umbau der gesamten europäischen Energiewirtschaft. [mehr]
19. Mai 2015
19
Die deutsche Regierung steht zu ihrem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu mindern. Da die Zielerreichung derzeit fraglich erscheint, schlägt Bundeswirtschaftsminister Gabriel vor, einen zusätzlichen Klimabeitrag für ältere Elektrizitätskraftwerke mit besonders hohen CO2-Emissionen einzuführen. Hauptbetroffen davon wären insbesondere ältere Braunkohlekraftwerke. Und dies in einer Zeit, in der viele Kraftwerke ohnehin aufgrund veränderter Investitionsstrategien eines skandinavischen Großinvestors unter Druck stehen. [mehr]
6. Mai 2015
20
Bis 2025 bieten sich der deutschen Stahlindustrie gute Chancen für eine stabile und wirtschaftlich positive Zukunft. Dies setzt allerdings eine gewisse politische Vernunft hinsichtlich der Fortentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen für die Stahlproduzenten und ihre Kundenbranchen am Standort Deutschland ebenso voraus wie einen global nur gemäßigten Ausbau der Stahlkapazitäten. Daneben sind auch alternative Szenarien mit größeren Risiken, Herausforderungen und Konsequenzen für die Standorte der deutschen Stahlindustrie und deren Beschäftigte denkbar - und durchaus keineswegs völlig unwahrscheinlich. [mehr]
17. Oktober 2014
21
Die Industrieproduktion in Deutschland dürfte – nach schwachem Winterhalbjahr 2014/15 – im Verlauf von 2015 wieder moderat nach oben tendieren. Daraus resultiert 2014 ein Plus von real rd. 1,5% und 2015 von etwa ¾%. Damit würde sich die seit 2011 insgesamt verhaltene Dynamik der Industriekonjunktur 2015 fortsetzen. Der Anteil der Industrie an der gesamten deutschen Bruttowertschöpfung (2013: 21,8%) dürfte wie schon 2012 und 2013 sinken. Das nur moderate Wachstum der Industrie ist primär auf die aktuell gedämpfte Konjunktur sowie auf externe Schocks zurückzuführen. Die strukturellen Faktoren werden jedoch wieder wichtiger. Hier liegt das Staffelholz in den Händen der Politik. Viele der zuletzt beschlossenen Maßnahmen lassen befürchten, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts künftig sinkt. [mehr]
13. Oktober 2014
22
Mittelfristig müssen sich die heimischen Maschinenbauer auf vier Trends einstellen: 1.) entsteht mit den USA und (erneut) China gerade eine neue, und zwar bipolare Maschinenbauabsatzwelt, 2.) wandelt sich der Produktfokus hin zu kundenspezifischen Systemlösungen, 3.) gewinnen nicht-preisliche Wettbewerbsfaktoren an Bedeutung 4.) ist die klassische Zweiteilung in Produzentenländer mit Schwerpunkt Serienmaschinen und andere mit Fokus Spezialmaschinen nicht länger aufrechtzuerhalten. Erkennt der klassische „Zulieferer“ des Produzierenden Gewerbes die neuen Megatrends rechtzeitig, kann er – darauf aufbauend – zukunftsträchtige Anpassungs-, Überlebens- und nicht zuletzt Wachstumsstrategien entwickeln. Eine Steilvorlage für den deutschen Maschinenbau ist der Trend zu Industrie 4.0. Zur Sicherung der Technologieführerschaft gilt es jedoch, die Innovationsfähigkeit weiter zu verbessern. Die Internationalisierungsstrategie ist gleichfalls zu erweitern, im Idealfall mit dem Bau deutscher Produktionsstätten und damit deutscher Maschinen direkt vor Ort. [mehr]
30. September 2014
23
Die zuletzt positive Überraschung bei den realwirtschaftlichen Konjunkturindikatoren haben die Sorgen, Deutschland könne in Q3 in eine Rezession schlittern, erst einmal verfliegen lassen. Die anhaltenden geopolitischen Risiken und Fragezeichen hinter der Stärke der erwarteten Konjunkturerholung dürften aber für eine schwächere Entwicklung bei den Exporten und den Unternehmensinvestitionen sorgen. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für das Winterhalbjahr 2014/2015 gesenkt. Für 2015 reduziert sich unsere Prognose damit von 1,8% auf 1,5%. Weitere Themen dieser Ausgabe befassen sich mit der Geldpolitik, der Entwicklung der öffentlichen Finanzen, möglichen Konsequenzen russischer Sanktionen im Gasbereich sowie dem Anlagenverhalten deutscher Haushalte. [mehr]
23. Mai 2014
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Aufgrund zahlreicher politischer Anreize, insbesondere rund um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), versechsfachte sich der Anteil der Erneuerbaren seit 1997 sowohl am Primärenergieverbrauch als auch in der Verstromung. Die deutsche Energiewende 1.0 verursachte nicht nur enorme Kosten, sondern auch Nebeneffekte bei Strompreisen, im Erzeugungsmix sowie dem Emissionshandel. Und trotz EEG lag der Beitrag von Wind/Solar am PEV 2013 bei lediglich gut 2%. Per Saldo könnte der „Grünstromanteil“ bis 2035 ca. 60% betragen. Aber: Wie werden - angesichts der Energiewende 2.0 - die restlichen 40% erzeugt? Je nach Szenario ist Erdgas oder Kohle stärker gefordert. [mehr]
2.1.8