Deutsche Bank Research
Aktueller Kommentar
China – der neue Finanzakteur in Lateinamerika
Vor dem Hintergrund rasant wachsender Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen China und Lateinamerika bereiste kürzlich der chinesische Präsident Xi Jinping die lateinamerikanischen Länder Brasilien, Argentinien, Venezuela und Kuba. In den letzten Jahren entwickelte sich China zum wichtigsten Exportmarkt für Waren aus Brasilien, Chile und Uruguay und steht an zweiter Stelle für Peru, Venezuela und Kuba. Das bilaterale Handelsvolumen hat sich von 2000 bis 2013 von ursprünglich USD 12 Milliarden auf USD 288 Milliarden mehr als verzwanzigfacht. Chinesische Investitionen betrugen im Jahr 2012 etwa USD 9,2 Milliarden. [weiter]
Deutschland
Fortschritt braucht Breitband: Private Investitionen benötigen mehr staatliche Impulse
Kommunikationsinfrastruktur wird neben den Verkehrs- und Energieinfrastrukturen im Standortwettbewerb immer wichtiger. Hierbei beunruhigt insbesondere das starke Gefälle bei Investitionen zwischen westlichen und östlichen Bundesländern sowie zwischen urbanen und ländlichen Regionen. Erschwerend kommt hinzu, dass es für Projekte auf dem Land ohne staatliche Subventionen zumeist kein Geschäftsmodell gibt. Weil für den mit enormen Investitionen verbundenen Breitbandausbau keine Standard-Blaupause existiert, braucht es für jedes einzelne Projekt mit seinen lokalen Besonderheiten eine kritische Wirtschaftlichkeitsprüfung. Auf dieser Basis sollte das hinsichtlich Technik, Finanzierung und Zeitablauf jeweils beste Ausbaumodell herausgearbeitet werden. Der Breitbandausbau in Deutschland benötigt also mehr staatliche Impulse, um private Investitionen zu ermöglichen; dies allerdings koordiniert und mit Augenmaß. [weiter]
Deutschland
Temporärer Zuwanderungsboom: Weckruf für die Politik?
Deutschland ist als Zuwanderungsland wieder die Nr. 1 in Europa und hinter den USA die Nr. 2 unter den OECD-Ländern. Diese Trendwende geht auf die Krise in den Peripherieländern der EWU und den Beginn der Freizügigkeit für die 10 osteuropäischen Länder zurück, die der EU 2004 und 2007 beigetreten waren. Die erhöhte Zuwanderung dürfte die negativen Beschäftigungseffekte der Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 temporär konterkarieren. Allerdings dürfte mit der Erholung in den Peripherieländern die Zuwanderung von dort abebben und der Bedarf des alternden Deutschlands für Arbeitskräfte aus Drittländern steigen. Deutschland muss also dafür sorgen, stärker von Pull-Faktoren getriebene Zuwanderung anzuziehen. Dies wäre mit einer auf die Qualifikation ausgerichteten Immigrationspolitik und höherer Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und der Unternehmensebene möglich. [weiter]
Deutschland im Blick
 
 
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